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Wir danken Herrn Prof. Heitkamp für seine wertvollen Hinweise auf neuere Arbeiten zum Thema einer generellen Reduktion der täglichen Kochsalzaufnahme. Diese untermauern deren Nutzen für eine Verminderung kardiovaskulärer Erkrankungen. Die Prophezeiung einer Ablehnung der Kennzeichnung von Lebensmitteln mit Ampelfarben durch eine Entscheidung des EU-Parlaments im Juni dieses Jahres hat sich bewahrheitet. Wir möchten darauf hinweisen, dass die Kennzeichnung einer ganzen Reihe von verpackten Lebensmitteln mit GDAs (Guideline Daily Amount) dem Käufer zeigt, wieviel Prozent der täglichen Obergrenze von 6 g Kochsalz beziehungsweise 2,3 g Natrium er mit einer durchschnittlichen Portion des betreffenden Lebensmittels zu sich nimmt. Die Angabe des „Salzgehaltes“ erfolgt dort allerdings meist in Gramm Natrium, was leicht zu Fehlinterpretationen führen kann, da die Natriummenge mit 2,5 multipliziert werden muss, um die Menge Kochsalz in Gramm zu erhalten. In diesem Punkt ist Aufklärung und Vereinheitlichung notwendig.

Was die empfohlenen Obergrenzen der täglichen Kochsalzaufnahme anbelangt, so ist für die westlichen Nationen eine Vereinheitlichung anzustreben. Derzeit werden als Obergrenze von den Fachgesellschaften und der WHO Werte zwischen 3,8 g und 6 g Kochsalz/Tag angegeben. Die American Heart Association fordert für Erwachsene, Heranwachsende und Schwangere eine Beschränkung der täglichen Kochsalzaufnahme auf 5,8 g, dagegen für Personen über 55 Jahre, Hochdruck- und Nierenkranke sowie Diabetiker auf 3,8 g (1). Das National Institute for Health and Clinical Excellence in London strebt bis 2025 sogar eine Reduktion auf 3 g/Tag an, ein Wert, der in der Praxis wohl kaum erreichbar sein dürfte und möglicherweise Gefahren mit sich bringt (2).

DOI: 10.3238/arztebl.2010.0843b

Prof. Dr. med. Dieter Klaus

Eh. Direktor der Med. Klinik des Klinikums Dortmund

Oskar-Schlemmer-Straße 5/182, 70191 Stuttgart

E-Mail: dieter.klaus27@web.de

Interessenkonflikt

Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.

1.
Appel LJ, Brands MW, Daniels SR, et al.: Dietary approaches to prevent and treat hypertension. Hypertension 2006; 47: 296–308. MEDLINE
2.
National Institute for Health and Clinical Excellence. NICE Public Health Guidance Nr. 25. London, June 2010.
3.
Klaus D, Hoyer J, Middeke M: Salt restriction for the prevention of cardiovascular disease. Dtsch Arztebl Int 2010; 107(26): 457–62. VOLLTEXT
1.Appel LJ, Brands MW, Daniels SR, et al.: Dietary approaches to prevent and treat hypertension. Hypertension 2006; 47: 296–308. MEDLINE
2.National Institute for Health and Clinical Excellence. NICE Public Health Guidance Nr. 25. London, June 2010.
3.Klaus D, Hoyer J, Middeke M: Salt restriction for the prevention of cardiovascular disease. Dtsch Arztebl Int 2010; 107(26): 457–62. VOLLTEXT

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