ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2010Blindheit: Zunehmendes Problem
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Im Beitrag wird aufgeführt, dass Erblindungen durch eine Frühgeborenen-Retinopathie im ökonomischen Mittelbau der Welt mit 25 Prozent relativ häufig seien, gegenüber einer Rate von zehn Prozent der Erblindungen in Europa; die Frühgeborenen-Retinopathie würde hierzulande immer häufiger mit der aufwendigen intravitrealen Injektion von VEGF-Inhibitoren behandelt. Die Leser des DÄ könnten den Eindruck gewinnen, die hohe Erblindungsrate nach Frühgeborenen-Retinopathie in Schwellenländern sei Folge der fehlenden Möglichkeit einer intravitrealen VEGF-Inhibitor-Anwendung. Letztere ist jedoch bei der Frühgeborenen-Retinopathie ein experimentelles, bisher nur bei wenigen ausgesuchten Fällen angewandtes Verfahren mit unerwarteten Nebenwirkungen. Tatsächliche Erblindungen durch Frühgeborenen-Retinopathie sind in Ländern mit personell und apparativ entsprechend ausgerüsteten Perinatalzentren, strenger Überwachung der postnatalen Sauerstoffgabe, regelmäßigen Funduskopien und Laserkoagulation bei fortschreitender Retinopathie selten geworden; sie stellen jedoch tatsächlich in Schwellenländern mit zersplitterter neonatologischer Infrastruktur ohne ausreichende Ressourcen ein zunehmendes Problem dar.

Literatur beim Verfasser

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Prof. Dr. med. Christoph Bührer, Klinik für
Neonatologie, Charité Universitätsmedizin Berlin, 13344 Berlin

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