ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2010Randnotiz: 847 mutige Männer

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Randnotiz: 847 mutige Männer

Dtsch Arztebl 2010; 107(47): A-2311 / B-1999 / C-1963

Rieser, Sabine

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„Männer erklettern in der Regel lieber einen Achttausender im Himalaya, als sich einer Darmspiegelung zu unterziehen.“ Nein, dieses Zitat stammt nicht vom Präsidenten des Deutschen Alpenvereins. Es stammt von „D.“. D. ist einer von „1 000 Mutigen Männern für Mönchengladbach“. Er hat sich vorbeugend einer Darmspiegelung unterzogen, und er hat auf www.mutige-maenner.de seine Befürchtungen und Erfahrungen geschildert. Bei D. ist nicht alles glattgelaufen, und dennoch: Er würde sich wieder untersuchen lassen.

Für ihre Kampagne, die sich an männliche Präventionsmuffel richtet, haben die Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen und die Barmer-GEK vor kurzem den Darmkrebs-Präventionspreis bekommen. Die Aktion soll nun bundesweit als Blaupause dienen. Denn bis Mitte November haben sich schon 847 Männer beteiligt, bis Jahresende vielleicht die angestrebten 1 000.

M. leidet bereits unter Blutungen, hat Angst vor seiner Darmuntersuchung, weil ein Großvater an Darmkrebs gestorben ist, hat aber dennoch einen Termin vereinbart. An seine Geschlechtsgenossen appelliert er, mutig zu sein: „Geht FRÜHZEITIG zum Arzt!“

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Neben Unbekannten wie D. und M. werben auch Prominente für die Kampagne, so wie Rainer Bonhof, Exnationalspieler und Vizepräsident von Borussia Mönchengladbach, dessen Frau sich anschloss. Auch Bonhof schreibt Klartext: „Am unangenehmsten war die Abführung im Vorfeld. Da haben meine Frau und ich schon mal gegenseitig an die Toilettentür geklopft. Romantisch kann man das nicht nennen.“ Die Fußballerbotschaft ist trotzdem eindeutig: Ab zur Vorsorge, denn: „Im Tor stehen ist gefährlicher.“

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