ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2010Hartmannbund: Mutterschutz für niedergelassene Ärztinnen

BERUF

Hartmannbund: Mutterschutz für niedergelassene Ärztinnen

Dtsch Arztebl 2010; 107(47): [106]

EB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Der Hartmannbund hat die Kassenärztlichen Vereinigungen und die Ärztekammern aufgefordert, Mutterschutzregelungen für niedergelassene Ärztinnen zu entwickeln. Es gelte, zeitnah konkrete Vorschläge vorzulegen, die es Ärztinnen in der Niederlassung ermöglichten, Mutterschutz- und Elternzeiten wahrzunehmen, ohne dass dies die Versorgung einschränke und Ärztinnen in wirtschaftliche Not bringe. Angesichts des steigenden Frauenanteils in der Medizin und des zunehmenden Ärztemangels, müsse die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für niedergelassene Ärztinnen dringend verbessert werden.

Anderenfalls drohe auch in der ambulanten Versorgung ein Nachwuchsmangel, warnte Hartmannbund-Vorstandsmitglied Dr. med. Astrid Bühren. „Der alleinige Verweis auf die Möglichkeit der Anstellung in der Niederlassung wird weder der Versorgungssituation noch unserer Vorstellung einer freien Berufsausübung gerecht.“ Sie verwies in diesem Zusammenhang auf die im Sommer verabschiedete EU-Richtlinie, die Mitgliedstaaten verpflichtet, für selbstständige und angestellte Frauen gleichwertige Mutterschaftsleistungen zu gewähren. Bis August 2012 soll der Gesetzgeber diese Richtlinie umsetzen. „Die Körperschaften täten gut daran, hier ein eindeutiges Signal zu setzen und durch konstruktive Vorschläge zu einer praxisnahen und existenzsichernden Umsetzung beizutragen“, sagte Bühren. EB

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema