ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2010Frühgeborene: Worüber nicht gesprochen wird
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

. . . Es kann und darf letztendlich auf Dauer nicht mehr darum gehen, immer noch Frühergeborene am Leben zu erhalten, immer noch geringere Geburtsgewichte „durchzubringen“ und dies dann alles noch stolz auf Kongressen zu präsentieren. Es wird nicht darüber gesprochen, dass ein Großteil dieser Frühchen mit bleibenden schwersten körperlichen Schäden wie Blindheit, Taubheit, Spastik, ungenügender zerebraler Entwicklung usw. geschlagen ist und dass hier auch keinerlei Behandlungsmöglichkeiten existieren.

Es wird nicht darüber gesprochen, dass der ungeheure finanzielle, materielle, zeitliche und pflegerische Aufwand, diese Frühchen am Leben zu erhalten, letztendlich nicht mehr vertretbar ist, wenn man sich klarmacht, dass das hier am Leben erhaltene Kind für immer schwer und schwerstgeschädigt sein wird und spätestens mit dem Ableben der Eltern (zumeist aber erheblich früher!) dann in ein mehr oder minder elendes Pflegedasein verwiesen wird . . .

Anzeige

Prof. Dr. med. Wolfgang Pförringer,
80333 München

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige