ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2010Hebammenvergütung: Hoffnung auf mehr Honorar

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Hebammenvergütung: Hoffnung auf mehr Honorar

Dtsch Arztebl 2010; 107(48): A-2366 / B-2050 / C-2014

Rieser, Sabine

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Der Deutsche Hebammenverband setzt darauf, dass sich die Einkommenssituation der Hebammen mit Unterstützung von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Philipp Rösler (FDP) verbessern wird. Wie berichtet, erhalten die Geburtshelferinnen zwar seit kurzem eine höhere Vergütung, doch kompensiert diese nach Ansicht des Verbands die stark gestiegenen Haftpflichtprämien nicht (DÄ, Heft 28–29/2010).

Das Ministerium unterstützt nun eine Datenerhebung zur geburtshilflichen Versorgung durch Hebammen und zu ihren Einkommen. Außerdem will der Verband mit Unterstützung von Rösler erreichen, dass Kosten, die zwingend für die Berufsausübung aufzubringen sind, wie Haftpflichtprämien, bei Vergütungsverhandlungen auf jeden Fall eingerechnet werden.

Mit Protestkundgebungen haben die Hebammen in den vergangenen Monaten auf ihre Lage hingewiesen. Foto: ddp
Mit Protestkundgebungen haben die Hebammen in den vergangenen Monaten auf ihre Lage hingewiesen. Foto: ddp
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Ärztinnen und Ärzte, die Geburten betreuen und leiten, sind ebenfalls von stark gestiegenen Haftpflichtprämien betroffen (DÄ, Heft 15/2010). Allerdings hatte der Bewertungsausschuss mit Wirkung zum 1. Oktober 2010 eine Honorarerhöhung beschlossen. Für die Betreuung und Leitung einer Geburt können Belegärzte nun knapp 90 Euro mehr abrechnen. Die Vergütung (GOP 08411) erfolgt außerhalb der morbiditätsorientierten Gesamtvergütung.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Birgitt Bender, lobte die Schritte. Sie kritisierte allerdings, dass sich das Ministerium im Vorfeld der jüngsten Vergütungsverhandlungen zwischen Hebammenverbänden und Krankenkassen nicht für diese Berufsgruppe eingesetzt habe. Rie

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