ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2010Gemeinsamer Bundesausschuss: In der Hauptstadt angekommen

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Gemeinsamer Bundesausschuss: In der Hauptstadt angekommen

Gerst, Thomas

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G-BA-Chef Rainer Hess im Gespräch mit Gesundheitsminister Philipp Rösler. Foto: Georg J. Lopata
G-BA-Chef Rainer Hess im Gespräch mit Gesundheitsminister Philipp Rösler. Foto: Georg J. Lopata

Nach einem Jahr mit dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) am neuen Standort Berlin zog dessen Vorsitzender, Dr. jur. Rainer Hess, eine positive Bilanz. „Wir haben hier eine Kommunikation aufgebaut, die unsere Arbeit effizienter macht“, sagte er bei einem parlamentarischen Abend im Bundestag. Gerade die räumliche Nähe zu den Trägerorganisationen habe sich für den Arbeitsablauf als vorteilhaft erwiesen. Hess lobte zudem die funktionierende Abstimmung mit dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG), ohne jedoch gegenüber dem anwesenden Minister Philipp Rösler (FDP) Konflikte in einzelnen Sachfragen zu verschweigen. So mahnte er eine Klärung der Frage an, ob die Zulassung eines Medikaments neben der Wirksamkeit auch etwas über den Nutzen aussage. Dies sei ein Grundkonflikt, der ausdiskutiert werden müsse.

Rösler sparte in seiner Replik nicht mit Lob für den G-BA. Dieser sorge dafür, „dass die Menschen Zugang haben zu Innovationen, aber zugleich vor Unsinn geschützt werden“. Beim gerade beschlossenen Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz hätten BMG und G-BA fern von Ideologie ein gemeinsames Ziel verfolgt. TG

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