ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2010Infektionen: Eine Beobachtung
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Im März diesen Jahres verbrachte ich wegen eines kleinen chirurgischen Eingriffs einen Tag in einer großen Münchner Klinik, Abteilung Plastische Chirurgie. In meinem Zimmer lag eine Patientin, bei welcher am Vortag eine große Mamma-Aufbauplastik durchgeführt worden war. Während eines Vormittags kamen circa vier Kollegen ins Zimmer, traten ans Bett der Patientin, zogen die Bettdecke weg, hoben den Verband an und tupften mit dem Finger auf den Bauch – ohne sich vorher die Hände zu waschen beziehungsweise zu desinfizieren beziehungsweise die bereitliegenden Handschuhe überzustreifen!

Was nützen sämtliche Hygienepläne, wenn die „Götter in Weiß“ nicht die grundlegendsten Regeln beachten!

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Dr. med. Dorothee Lutter, 84048 Mainburg

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