ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2010Telematik: Noch mehr Bürokratie
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Großartig, was uns alles als „Bürokratieabbau“ offeriert wird. Da sei es ein Fortschritt, wenn auf der „Gesundheitskarte“ (eGK) elektronisch vermerkt werden könnte, dass „der Versicherte die Praxisgebühr . . . bezahlt habe“. Ist es dem Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung entgangen, dass noch immer das Geld für die Krankenkassen eingezogen, verwahrt und gebucht werden muss?

Dr. Carl-Heinz Müller könne es sich „sogar vorstellen, dass die Praxisgebühr beim ersten Arztbesuch im Quartal automatisch von der eGK abgebucht wird“. Man beachte den Nachsatz: „Immer vorausgesetzt, der Patient ist mit diesem Verfahren einverstanden.“ Das heißt im Klartext nichts anderes, als dass die Ärzteschaft beide Verfahrensmöglichkeiten bereithalten muss, was in Wahrheit erneut eine Zunahme der Bürokratie bedeutet.

Uns Ärzte endlich vom Einkassieren der sogenannten Praxisgebühr zu befreien, davon ist leider nicht die Rede!

Dr. med. Dr. phil. Reinhard Platzek, Vorsitzender des Hartmannbundes für Unterfranken, 63741 Aschaffenburg

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