ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2010Berlin: Mehr Rechte für die Ärzte

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Berlin: Mehr Rechte für die Ärzte

Dtsch Arztebl 2010; 107(48): [99]

Hillienhof, Arne

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Die Delegiertenversammlung der Ärztekammer Berlin hat in einer Resolution mehr Rechte für ärztliche Organisationen und Verbände gefordert. Die Berliner Delegierten kritisierten, das derzeitige Gesundheitssystem privilegiere die gesetzlichen Krankenkassen und verhindere somit einen fairen Wettbewerb im Gesundheitswesen.

In ihrer Resolution macht sich die Ärztekammer dafür stark, Ärzten Vertragsabschlüsse mit anderen Leistungserbringern zu ermöglichen. Zurzeit lasse das fünfte Sozialgesetzbuch die Verzahnung der Sektoren nur auf Initiative und unter Beteiligung der Krankenkassen zu. „Sinnvolle Kooperationen zwischen Ärzten und anderen Leistungserbringern werden dadurch erheblich erschwert oder gänzlich verhindert“, monieren die Delegierten. Sie fordern zudem, dass „Ärzte die Möglichkeit erhalten, Rabattverträge zugunsten einer preiswerten und rationalen Arzneimitteltherapie abzuschließen“. Dadurch ließen sich sowohl die Compliance der Patienten als auch der Informationsfluss zu den Ärzten verbessern.

Zudem sprach sich die Versammlung dafür aus, den Ärztekammern den Zugang zu Routinedaten der Patientenversorgung zu ermöglichen. Nur so könnten die Weichen für eine hochwertige Weiter- und Fortbildung sowie für eine kleinräumige regionale Versorgung gestellt werden, heißt es in einem Beschluss. Darüber hinaus seien Routinedaten ein wichtiger Indikator zur Steuerung des Gesundheitswesens. „Im Rahmen ihrer hoheitlichen Aufgaben müssen auch die Ärztekammern Zugang zu diesen Daten bekommen“, erklärten die Delegierten. hil

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