ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2010Venenpunktion: Blutgefäße sichtbar machen

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Venenpunktion: Blutgefäße sichtbar machen

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Foto: Wild GmbH
Foto: Wild GmbH

Gerade bei älteren Menschen sowie Kleinkindern und Babys mit kleinen Venen tun sich selbst erfahrene Ärzte häufig schwer, Blutgefäße mit der Nadel schnell und genau zu treffen. Bei „VeinViewer Vision“ (Entwicklung: Christie Medical Holdings Inc., Fertigung: Wild GmbH, www.wild.at) handelt es sich um eine Technologie zum Sichtbarmachen von subkutanen Blutgefäßen durch ein digitales Bild, das in Echtzeit auf die Hautoberfläche projiziert wird. Dazu verwendet es eine Kombination aus Licht nahe dem Infrarotbereich und einer patentierten Technologie zur Darstellung der Gefäßstrukturen. Die Lösung hilft medizinischem Fachpersonal, die beste Stelle für einen venösen Zugang oder eine Blutabnahme zu finden. Es zeichnet eine deutlich sichtbare digitale Landkarte der Blutgefäße auf jeden Hauttyp – unabhängig von Alter, Körperbau oder Hautfarbe des Patienten (Foto). Weniger Fehleinstiche verringern die Schmerzen und die Infektionsgefahr, ebenso den Zeitaufwand und den Materialeinsatz und damit die Kosten.

Das batteriegetriebene Gerät wiegt 25 kg. Die optische Einheit ist mittels Schwenkarm auf einem fahrbaren Wagen montiert. Dadurch hat der Arzt beide Hände frei für die Behandlung und kann sich auf den Patienten konzentrieren. Die nichtinvasive Technologie eignet sich unter anderem für die intravenöse Versorgung, zur Katheterlegung, Antibiotikagabe, Nährstoffversorgung, Venenpunktion, Blut- und Plasmaspende sowie zur Behandlung von Krampfadern und Besenreisern. EB

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