ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSPRAXiS 5/2010Schriftdolmetschdienst: Service für Hörgeschädigte

Supplement: PRAXiS

Schriftdolmetschdienst: Service für Hörgeschädigte

Dtsch Arztebl 2010; 107(49): [7]

EB

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  • Um hörgeschädigten Menschen einen leichteren Zugang zu Information und Kommunikation zu ermöglichen, hat die VerbaVoice GmbH, München, gemeinsam mit dem Telekommunikationsanbieter Telefónica o2 Germany einen Schriftdolmetschdienst („VerbaVoice“) gestartet. Durch die Entwicklung einer mobilen Applikation steht der Übersetzungsdienst jetzt auch unterwegs zur Verfügung. Damit erhalten Hörgeschädigte mehr Flexibilität und können beispielsweise wichtige Gespräche beim Arzt oder bei Behörden nahezu in Echtzeit auf dem Handy mitlesen.

Die mobile Applikation ergänzt die bisherige Anwendung über Computer und Laptop. So wird der Dienst in der Praxis beispielsweise bereits von hörgeschädigten Jugendlichen genutzt, die integrativ den Unterricht an Regelschulen besuchen und dabei das Unterrichtsgespräch am Bildschirm ihres Laptops mitverfolgen.

Der mobile Schriftdolmetschdienst ist geeignet für internetfähige Mobiltelefone mit dem Betriebssystem Android. „VerbaVoice“ wandelt gesprochene Sprache in Schrift um: Die Sprache wird dabei über ein Mikrofon auf einen Computer übertragen. Über das Internet wird das Gesprochene zu einem Schriftdolmetscher gesendet. Der Dolmetscher produziert einen Text und schickt diesen über das System zurück auf den Bildschirm.

Die Kosten für den Schriftdolmetschdienst (etwa 50 bis 75 Euro je Stunde) tragen in der Regel öffentliche Kostenträger wie Krankenkassen oder Kommunen. Weitere Informationen sind abrufbar unter der Adresse www.verbavoice.de. Selbst getragen werden müssen die Kosten für die Internetverbindung. Hier bietet o2 speziell für die Zielgruppe der Hörgeschädigten rabattierte Tarife an.

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Darüber hinaus stehen Informationen mit erklärenden Videos in Gebärdensprache sowie eine Chat-Hotline online unter der Adresse www.o2.de/hoergeschaedigte zur Verfügung. EB

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