ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSPRAXiS 5/2010Telemonitoring: Einsatzgebiet Lungenkrankheiten

Supplement: PRAXiS

Telemonitoring: Einsatzgebiet Lungenkrankheiten

Dtsch Arztebl 2010; 107(49): [28]

EB

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COPD-Patientin mit Atemmaske. Foto: Fotolia
COPD-Patientin mit Atemmaske. Foto: Fotolia
  • Die kontinuierliche Überwachung von chronisch kranken Patienten mittels Telemonitoring wird jetzt auch bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) und bei Mukoviszidose erprobt. Kooperationen, die das auf Telemedizin spezialisierte Unternehmen Aipermon (www.aipermon.com) mit den Medizingeräteherstellern Vitalograph und der Pari Pharma GmbH eingegangen ist, können neue Ansätze für diesen Bereich eröffnen. So wurden die Lösungen von Aipermon auf mehrere Medizingeräte erweitert, die für die Diagnose und Therapie von Lungenerkrankungen eingesetzt und in Studien erprobt werden. Von den regelmäßig und langfristig erhobenen Daten erhofft man sich ein besseres Verständnis der die Erkrankung beeinflussenden Faktoren und Verbesserungsansätze für die Intervention und die Medikation.

Für COPD hat Aipermon das Peak-Flow-Meter „asma-1“ von Vitalograph in die Telemetrieplattform eingebunden. Daten aus dem Peak-Flow-Meter können jetzt vollautomatisch an einen PDA (Personal Digital Assistant) mit Spezialsoftwareausstattung und von dort in ein Betreuungszentrum übertragen werden. Die Charité Berlin/Pneumologie plant mit dieser Technik eine Studie, bei der Lungenfunktion, körperliche Aktivität und die Selbsteinschätzung von COPD-Patienten langfristig beobachtet werden. Korreliert mit Klimadaten soll dies Aufschlüsse über die Beeinflussung der Krankheit durch atmosphärische Bedingungen (Klimawandel) geben. Die Studie, die 2011 startet, ist auf zwei Jahre ausgelegt und soll circa 220 Patienten einschließen.

Darüber hinaus unterstützt die Behandlung von Mukoviszidose- und COPD-Patienten mittels Telemonitoring auch eine kontinuierliche Compliance-Überwachung. Die Technologie von Aipermon kombiniert mit „eFlow“-Verneblern von Pari Pharma ermöglicht es zu prüfen, inwieweit Mukoviszidosepatienten die tägliche Inhalationsverordnung regelmäßig und richtig umsetzen. Das Gerät meldet dabei Zeitpunkt, Dauer und korrekten Abschluss jeder Inhalationsbehandlung. Von der Erhebung dieser Daten erhoffen sich die Ärzte, die ein solches System einsetzen, eine Verbesserung des Therapieerfolgs, insbesondere für mukoviszidosekranke Kinder, deren Eltern durch die Fernbetreuung regelmäßig beraten und unterstützt werden können. EB

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