ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSPRAXiS 5/2010Teleradiologieverbund Ruhr gestartet

Supplement: PRAXiS

Teleradiologieverbund Ruhr gestartet

Dtsch Arztebl 2010; 107(49): [2]

Krüger-Brand, Heike E.

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Radiologen können in schwierigen Fällen per Telekonsil eine Zweitmeinung einholen. Foto: vario images
Radiologen können in schwierigen Fällen per Telekonsil eine Zweitmeinung einholen. Foto: vario images
  • Bildgebende Verfahren wie Röntgen-, CT- und MRT-Untersuchungen sind inzwischen fester Bestandteil der medizinischen Diagnostik. Häufig bleibt die Kommunikation der Bilddaten jedoch auf das jeweilige Krankenhaus beziehungsweise die Radiologiepraxis beschränkt. Der neugegründete Teleradiologieverbund Ruhr will das mit dem Einsatz von Dicom-E-Mail, einer herstellerübergreifenden Standardempfehlung der Deutschen Röntgengesellschaft, ändern. Diese gewährleistet eine sichere und schnellere Kommunikation zwischen den Akteuren und damit den Transfer sensibler medizinischer Bilddaten auf der Basis von E-Mail-Kommunikation.

In der einjährigen Pilotphase des Teleradiologieverbundes Ruhr, an der 20 regionale Kliniken/Praxen teilnehmen, geht es zunächst um den Aufbau einer radiologischen Telekonsilinfrastruktur, damit Radiologen sich in schwierigen Fällen fachspezifische Zweitmeinungen einholen können. Zusätzlich zu dem Aspekt einer verbesserten Versorgung können sich durch die räumliche Entkopplung von Bildaufnahme und -diagnostik zudem auch ökonomische Vorteile für die Krankenhäuser, etwa durch einen regionalen radiologischen Bereitschaftsdienst, ergeben.

Der Teleradiologieverbund Ruhr ist eine Initiative im Rahmen des MedEcon-Projekts „Klinikcluster Ruhr“, durch das Entwicklungspartnerschaften zwischen regionalen Unternehmen und Kliniken gefördert werden sollen (www.medeconruhr.de). KBr

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