ArchivDeutsches Ärzteblatt PP12/2010Titelbild: Grauenvolles Bild
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Ich sehe als zertifizierte Traumatherapeutin in dem Bild von Klaus Mücke zwei zentrale unheimliche, schwarzgekleidete Gestalten, welche Masken tragen. Das ist bei Sekten der Fall, die in Gruppen Kinder sexuell missbrauchen. Eine Zwangsjacke ist abgebildet (rechts), dazu ein Kreuz, ein Tisch und eine Axt. Auch dies sind Gegenstände, die auf Sekten hindeuten. Die Münder sind wie zum Oralverkehr geöffnet, die Augen blicklos, seelenlos. Die Körperhaltung ist aggressiv und bedrohlich. Möglicherweise deuten der Fernseher und das blaue Rohr auf Videoaufnahmen, die bei Kinderpornografie verwendet werden. Der Schlüssel könnte bedeuten: hinter verschlossenen Türen, eingesperrt. Ein gefällter Baum liegt da, und zwei versprengte kleine Blümchen sind zu sehen. Das Bild ist grauenvoll.

Das Verhalten des Malers, das Herr Dr. Telger beschreibt, erinnert an den Zustand eines schwer dissoziativ gestörten Menschen, der der Absorption unterliegt. Er hätte demnach eine frühkindliche Traumatisierung hinter sich. In diesem Zusammenhang kann ich kein frühkindliches Glück erkennen. Sich mit der Bildsprache zu befassen, ist wichtiger Teil von Früherkennung sexuellen Kindesmissbrauchs und adäquater Behandlung. Moderne Traumatherapie bietet die Instrumente; Literatur gern bei mir abrufbar.

Dipl.-Psych. Elke Kügler, Psychologische
Psychotherapeutin VT, Traumatherapie (DeGPT),
EMDR (EMDRIA), Sexualtherapie (DGfS),
Hypnotherapie, 22765 Hamburg,
www.traumanord.de

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