ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2010Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Runder Tisch legt Empfehlungen vor

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Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Runder Tisch legt Empfehlungen vor

Hillienhof, Arne

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Erste Empfehlungen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Gesundheitswesen hat ein runder Tisch auf Einladung der parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Annette Widmann-Mauz (CDU), vorgelegt. Die Gruppe traf sich Anfang Dezember zum zweiten Mal. Das erste Treffen fand im Juli statt.

An den Gesprächen nahmen Vertreter der Krankenhäuser, der Ärzteschaft einschließlich des Ärztinnenbundes, der Pflegenden und der Pflegeeinrichtungen, der medizinischen Fachberufe, der Gewerkschaften, der Länder und des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen teil. Die Teilnehmer empfehlen, an zunächst drei Punkten anzusetzen, nämlich

  • Hemmnisse in der Aus- und Weiterbildung zu bekämpfen
  • gezielte Informationen über gute Initiativen im Krankenhaus und in Arztpraxen bereitzustellen und
  • erste Maßnahmen zur Personalgewinnung in Alten- und Pflegeeinrichtungen zu starten.
Hatte zum runden Tisch eingeladen: Staatssekretärin Annette Widmann- Mauz (CDU). Foto: dpa
Hatte zum runden Tisch eingeladen: Staatssekretärin Annette Widmann- Mauz (CDU). Foto: dpa
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Der runde Tisch will seine Arbeit fortsetzen und spätestens nach einem Jahr über den Stand der Umsetzung berichten. „Schon heute zeichnen sich personelle Engpässe in Krankenhäusern, der Pflege und im ärztlichen Bereich ab. Da können wir nicht auf gut qualifiziertes Personal verzichten, das aus dem Beruf aussteigen muss, nur weil es keine entsprechenden Angebote gibt“, sagte Widmann-Mauz.

Ende November hatte auch die Bundesärztekammer ein Handbuch für familienfreundliche Arbeitsplätze vorgelegt (dazu auch Rubrik „Status“ in diesem Heft). Ärzte können die Checklisten darin nutzen, um einen geeigneten Arbeits- oder Studienplatz zu finden. Arbeitgeber und Hochschulen können anhand des Buches ihre Angebote prüfen. hil

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