ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2010Höhere Tabaksteuer: Nutzen für die Gesundheit fraglich

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Höhere Tabaksteuer: Nutzen für die Gesundheit fraglich

Dtsch Arztebl 2010; 107(49): A-2419 / B-2099 / C-2059

Cloes, Rasmus

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Schrittweise Preiserhöhungen schrecken Raucher in der Regel nicht ab. Foto: dpa
Schrittweise Preiserhöhungen schrecken Raucher in der Regel nicht ab. Foto: dpa

Rauchen wird ab dem kommenden Jahr teurer. Mit den Stimmen von Union und FDP beschloss der Bundestag eine schrittweise Erhöhung der Tabaksteuer. Bis 2015 soll jährlich der Preis für eine Schachtel Zigaretten um vier bis acht Cent steigen. Die 40-Gramm-Packung Feinschnitt wird jährlich um zwölf bis 14 Cent teurer. Die Koalition hofft 2011 auf Mehreinnahmen von 200 Millionen Euro, bis 2015 auf jährlich eine Milliarde. Damit wird eine Lücke im Sparpaket zur Sanierung des Bundeshaushalts geschlossen, die durch Ökosteuer-Subventionen für die Industrie bedingt ist.

Die Opposition hatte schon im Vorfeld kritisiert, dass eine regelmäßige, langsame Erhöhung Raucher nicht zum Aufhören bewege und somit aus gesundheitspolitischer Sicht sinnlos sei. Eine einmalige, deutliche Erhöhung sei wirkungsvoller. Vertreter der Tabakindustrie bezeichneten den Plan der Regierung als akzeptabel. rc

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