ArchivDeutsches Ärzteblatt11/1996Stellenwert lokaler Antiinfektiva

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Stellenwert lokaler Antiinfektiva

EB

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LNSLNS Leistungsvermögen und Vorteile lokaler Antiinfektiva (Antiseptika) mit topisch angewendeten Antibiotika und systemischen Antiinfektiva werden jetzt in einer Stellung-nahme der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) und der Fachabteilung "Desinfektionsmittelhersteller" im Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie verglichen und folgende prophylaktische Indikationen begründet:
l Antiseptik vor Durchtrennung des Integuments sowie vor diagnostischen oder therapeutischen Eingriffen ohne Durchtrennung in kolonisierten Biotopen;
l Schutz vor einer un-erwünschten Kolonisation mit nachfolgender Infektion (zum Beispiel Credé-Prophylaxe);
l Sanierung bei episomatischem Keimträgertum;
l intraoperative Spülung.
Für die Therapie gilt folgender Grundsatz: Lokale Infektionen sind mit lokalen Antiinfektiva, systemische Infektionen mit systemisch verabreichten Antiinfektiva zu behandeln. Typische Indikationen sind lokalisierte Infektionsprozesse an Haut, Schleimhaut, Auge und Wunden, aber auch zum Beispiel Spül-Saug-Drainage bei geschlossener Behandlung endosomatischer Infektionsherde nach vorheriger chirurgischer Sanierung.
Der Wortlaut der Stellungnahme und Literatur können beim Vorsitzenden der DGKH, Prof. Dr. med. Axel Kramer, Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Hainstraße 26, 17487 Greifswald-Eldena, angefordert werden. EB
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