ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2010Avastin: Berichte über das Auftreten von Kiefernekrosen

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Avastin: Berichte über das Auftreten von Kiefernekrosen

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Die Roche-Pharma AG weist in einem Rote-Hand-Brief auf neue, sicherheitsrelevante Erkenntnisse bezüglich der Anwendung ihres Angiogenesehemmers Avastin (Wirkstoff: Bevacizumab) hin. Anlass sind Berichte über das Auftreten von Kiefernekrosen bei Patienten, die mit dem monoklonalen Immunglobulin-G1-Antikörper behandelt wurden. Die Mehrzahl dieser Patienten wurde vorher oder gleichzeitig intravenös mit Bisphosphonaten behandelt, für die ein Zusammenhang mit dem Auftreten von Kiefernekrosen bekannt ist. Viele Patienten hatten außerdem weitere Behandlungen erhalten, die bekannte Risikofaktoren für das Auftreten von Osteonekrosen beziehungsweise Kiefernekrosen darstellen (zum Beispiel Chemotherapie, Strahlentherapie, Glukokortikoide).

Der Angiogenesehemmer Avastin könnte das Risiko für Kiefernekrosen erhöhen. Foto: Roche
Der Angiogenesehemmer Avastin könnte das Risiko für Kiefernekrosen erhöhen. Foto: Roche

Nach Angaben des Herstellers ist es möglich, dass die Behandlung mit Avastin einen zusätzlichen Risikofaktor für die Entwicklung von Kiefernekrosen darstellt. Vor einer Therapie sollten deshalb eine zahnärztliche Untersuchung und geeignete zahnmedizinische Vorsorgemaßnahmen erwogen werden. Außerdem sollten invasive zahnärztliche Eingriffe bei Patienten, die intravenös Bisphosphonate erhalten oder erhalten haben, nach Möglichkeit vermieden werden.

Für weitere Fragen steht Roche-Pharma zur Verfügung unter Telefon: 07624 142075, E-Mail: grenzach.drug_safety@roche.com. EB

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