ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2010Forschungsprojekt: Langzeitlagerung von Stammzellen

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Forschungsprojekt: Langzeitlagerung von Stammzellen

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Ein Forschungsprojekt untersucht, wie die Kältekonservierung und Langzeitlagerung von Stammzellen und Blutkomponenten optimiert werden kann. Dazu sollen sogenannte Frostschutzproteine in Bioreaktoren hergestellt und im Einsatz als Gefrierschutzmittel für menschliche Zellen getestet werden.

„Zellen bestehen zu einem großen Teil aus Wasser, das sich ausdehnt, wenn es gefriert. Die entstehenden Eiskristalle führen beim Einfrieren zur Zerstörung der Zellen, wenn man kein Gefrierschutzmittel verwendet“, erläutert Dr. med. Eberhard Lampeter, Ärztlicher Leiter der privaten Nabelschnurblutbank Vita 34 in Leipzig, einem der Partner im Verbundprojekt (www.vita34.de). „Um Nabelschnurblut-Stammzellen haltbar zu machen, verwenden wir aktuell Dimethylsulfoxid, um die Zellen zu schützen.“ Frostschutzproteine könnten dazu eine biologische Alternative darstellen. Das sind Proteine, die etwa von frostresistenten Pflanzen, Fischen oder Insekten ausgeschüttet werden, um ein Überleben bei Frost zu ermöglichen. Sie verhindern die Bildung der großen Eiskristalle, indem sich die Proteine an die Wassermoleküle binden.

Initiiert wurde das Projekt vom Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig und der Bioplanta GmbH, Leipzig. Weitere Partner sind das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben und das Hans-Knöll-Institut in Jena. EB

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