ArchivDeutsches Ärzteblatt41/1997Wechselbilanz: AOK ist der Verlierer

POLITIK: Aktuell

Wechselbilanz: AOK ist der Verlierer

Clade, Harald

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LNSLNS Im vergangenen Jahr hatten die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) mehr Mitgliederabgänge als -zugänge zu verzeichnen. Nach einer Auswertung des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums hatten die Ortskrankenkassen im Februar 1997 im Vergleich zum Dezember 1995 insgesamt 4,6 Prozent weniger Mitglieder (bei einem Beitragssatz von durchschnittlich 13,9 Prozent West und Ost). Dabei war der Mitgliederschwund in den neuen Bundesländern mit 7,3 Prozent (durchschnittlicher Beitragssatz 14,17 Prozent) größer als in den alten Bundesländern, die einen Mitgliederabgang von 3,8 Prozent im Vergleich Februar 1997 zu Dezember 1995 zu verzeichnen hatten. Es ergab sich eine gegenläufige Mitgliederbewegung, bezogen auf die Pflichtmitglieder in der allgemeinen Kran­ken­ver­siche­rung und bei den freiwilligen sowie rentenversicherten Mitgliedern der AOK. So zählte die AOK West im Februar 1997 6,9 Prozent weniger Mitglieder im Vergleich zum Dezember 1995, aber fünf Prozent mehr freiwillige Mitglieder. Der Mitgliederstand bei den Rentnern ist unverändert geblieben. Bei den AOK Ost verringern sich die Zahl der Pflichtmitglieder in der allgemeinen Kran­ken­ver­siche­rung um 12,9 Prozent, bei den freiwilligen Mitgliedern um 6,7 Prozent, und bei den Rentnern lag der Abgang bei 0,5 Prozent.
Bei den Angestellten-Krankenkassen West war der Bestand an Pflichtmitgliedern in der allgemeinen Kran­ken­ver­siche­rung im Februar 1997 im Vergleich zum Dezember 1996 um 1,2 Prozent höher, im Vergleich zum Dezember 1995 um 2,5 Prozent höher. Die Zahl der freiwilligen Mitglieder im Februar 1997 im Vergleich zum Dezember 1995 lag bei den Angestellten-Krankenkassen West um 4,6 Prozent höher, die Zahl der Rentner um 1,1 Prozent. Der durchschnittliche Beitragssatz der Angestellten-Krankenkassen lag im Oktober 1996 bei 12,47 Prozent. HC
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