ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2010Gisela Fischer: Allgemeinmedizinerin mit Weitblick

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Gisela Fischer: Allgemeinmedizinerin mit Weitblick

Dtsch Arztebl 2010; 107(50): A-2511 / B-2183 / C-2139

Hibbeler, Birgit

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Gisela Fischer. Foto: privat
Gisela Fischer. Foto: privat

Prof. Dr. med. Gisela Charlotte Fischer (72), ehemalige Lehrstuhlinhaberin für Allgemeinmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), ist mit der Ernst-von-Bergmann Plakette ausgezeichnet worden. Die Bundes­ärzte­kammer ehrte sie für ihre Verdienste um die ärztliche Fortbildung. Sie erhielt die Auszeichnung beim Dialogforum Pluralismus in der Medizin Anfang November in Berlin.

Fischer zählt zu den ersten Medizinerinnen, die sich in Deutschland im Fach Allgemeinmedizin habilitierten. Das Thema ihrer Arbeit: Die hausärztliche Versorgung älterer Menschen. Damals war sie in einer eigenen Landarztpraxis tätig und gleichzeitig Lehrbeauftragte für Allgemeinmedizin in Frankfurt am Main. 1989 erhielt sie einen Ruf auf den Lehrstuhl an der MHH. Dort baute sie eine der größten allgemeinmedizinischen Abteilungen in Deutschland auf und integrierte neue Ansätze wie Qualitätsförderung, Leitlinien, Public Health und Versorgungsforschung in ihre Arbeit. Drei ihrer Schüler leiten mittlerweile die Lehrstühle in Frankfurt, Heidelberg und Leipzig.

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Von 1999 bis 2007 war Fischer Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen. Sie gehörte ferner dem Expertenkreis Patientensicherheit des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin an. Sie ist Mitautorin des Fortbildungskonzepts Patientensicherheit, erschienen in der Reihe der „Texte und Materialien der Bundes­ärzte­kammer zur Fortbildung und Weiterbildung“. Sie habe die Akzeptanz des Themas und die Fortbildung in dem Bereich maßgeblich gefördert, hieß es in der Laudatio. Birgit Hibbeler

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