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Es sind unruhige, unsichere Zeiten. Die Nachrichten des Tages erleben viele Menschen als persönliche Bedrohung: Dabei macht es dann fast keinen Unterschied mehr, ob es um weltpolitische Krisen, den Terrorismus, die Gefahr einer Pandemie oder um die Angst geht, keinen Arbeitsplatz zu bekommen. Schnell gerät eines aus dem Blick: Die ruhigen, sicheren Zeiten gab es eigentlich nie oder nur für kurze Zeitspannen. Aber früher, so wird oft behauptet, habe es weniger Verzagtheit, mehr Optimismus, Mut und Gestaltungswillen gegeben. Wer soll den Gegenbeweis antreten, wenn nicht die Jungen? Verbesserungen stellen sich nicht ein, sie werden erarbeitet, erstritten, indem Menschen sich über das übliche Maß hinaus engagieren – beruflich, gesellschaftlich, sozial, politisch. In diesem Heft, der zweiten Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes Studieren.de, ist von ganz unterschiedlichen Beispielen solchen Engagements die Rede: von Studierenden der Medizin, die mit dem Lastwagen durch südafrikanische Townships fahren und im Laderaum die Ärmsten der Armen behandeln, von Initiativen, die die Versorgung der Opfer von Gewalt und Unterdrückung zum Thema an den Universitäten machen und auch von den jungen und älteren Ärzten, die in Deutschland gemeinsam auf die Straße gehen, um auf Missstände im Gesundheitswesen aufmerksam zu machen. Was das bringen soll? Für die Karriere kurzfristig sicher nichts. Eine Antwort hat Mahatma Gandhi gegeben, der Führer der indischen Befreiungsbewegung: „Genugtuung liegt im Einsatz, nicht im Erreichen. Ganzer Einsatz ist ganzer Erfolg.“

Heinz Stüwe
Chefredakteur Deutsches Ärzteblatt
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