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Was unterscheidet die Gesundheitsreform von der Fußball-WM? Das sportliche Großereignis kommt alle vier Jahre, die Reform häufiger. Vor allem: Auf Fußballspiele können sich viele Menschen freuen. 2006 ist nach 2003 wieder mal ein Jahr mit Reform, das heißt mit heftigen Debatten und nervenden Politiker- Auftritten. Dabei trägt die öffentliche Diskussion nicht immer zur Klarheit bei. Die Zuschauer unterliegen zudem leicht der optischen Täuschung, dass die strittigsten Punkte auch die wichtigsten seien. Manchmal stellt sich jedoch erst, wenn das Gesetz im Bundesgesetzblatt steht, heraus, was wirklich für Ärzte und ihre Patienten konkrete Veränderungen bringt. So könnte es auch mit der Gesundheitsreform 2006 sein. Die Anzahl der Krankenkassen und der Beitragseinzug sind zweifelsohne wichtige Themen. Für die Zukunft der medizinischen Versorgung und die Arbeit der künftigen Ärztinnen und Ärzte werden sich aber andere Weichenstellungen als mindestens so bedeutsam herausstellen – zum Beispiel die Frage, wer über die Zulassung von innovativen Behandlungsmethoden und Arzneimitteln befindet. Bisher entscheidet mit dem Gemeinsamen Bundes­aus­schuss ein Gremium der Selbstverwaltung von Ärzten und Krankenkassen. Sollte diese Aufgabe, wie geplant, einer staatlichen, ministerieller Weisung unterliegenden Behörde zufallen, wäre das keine verlockende Perspektive. Die Gefahr, dass dann nicht die Medizin, sondern das verfügbare Geld den Ausschlag gibt, ist ganz real. Noch morgen wichtig ist auch, was der Gesetzgeber heute für die Arztpraxis der Zukunft regelt. Deshalb dazu ein Beitrag in diesem Deutschen Ärzteblatt Studieren.de.

Heinz Stüwe
Chefredakteur Deutsches Ärzteblatt
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