EDITORIAL

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Deutsches Ärzteblatt Studieren.de, SS 2007: 1

Stüwe, Heinz

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Zur Beschäftigung von Ärztinnen/Ärzten mit Kindern besteht die Möglichkeit der Gestaltung von flexiblen Arbeitszeiten, eventuell auch im Rahmen eines Job-Sharing-Modells.“ Dieser Satz aus der Stellenanzeige einer Klinik im Deutschen Ärzteblatt ist noch eher die Ausnahme – leider. Dass gar Krankenhäuser mit einem Betreuungsangebot für Kinder ihrer Beschäftigten werben, kommt noch seltener vor. Warum eigentlich? Ärztinnen und Ärzte sind gesucht, das wird sich allein aufgrund der Altersstruktur der heute Berufstätigen in den kommenden Jahren nicht ändern. Die Arbeitgeber haben deshalb allen Grund, sich anzustrengen im Wettbewerb um gute Ärztinnen und Ärzte. Wer dabei die Nase vorn haben will, muss attraktive Arbeitsbedingungen bieten. Dazu zählen aber nicht nur Gehalt, Betriebsklima und Arbeitszeiten. Die künftigen Ärztinnen und Ärzte finden es auch wichtig, dass Krankenhäuser Teilzeitstellen offerieren und eine Kinderbetreuung anbieten. Das hat eine Umfrage der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (BVMD) schon 2005 ergeben. 86 Prozent der befragten Studierenden gaben an, sie wünschten sich Kinder. Ihre Einschätzung, dass es heute mit der Möglichkeit, Familie und Beruf zu vereinbaren, eher trübe aussehe, entspricht leider der Realität. Deshalb in diesem Heft zu diesem Thema die Berufsreportage und zudem Tipps, wie frau/man(n) sich über familienfreundliche Krankenhäuser informieren kann. Einige Verantwortliche in den Kliniken haben die Zeichen der Zeit erkannt. Zudem hören sie von ihren Unternehmensberatern neue Töne: Gerade jene, die allzu oft nur auf Kostensenkung und Stellenabbau programmiert schienen, empfehlen nun eine familienfreundliche Unternehmenspolitik. Es besteht Hoffnung.

Heinz Stüwe
Chefredakteur
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