Editorial

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Deutsches Ärzteblatt Studieren.de, WS 2008/09: 1

Stüwe, Heinz

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Je näher der Berufseinstieg rückt, desto größer wird die Zahl der Ratschläge, Tipps und Empfehlungen. Sie meinen es ja gut, die Freunde, Bekannten und Verwandten. Aber bringen sie uns auch weiter? Sie können zumindest helfen, sich über die eigenen Stärken und Schwächen klar zu werden. Wer die Möglichkeit hat, sollte den Rat erfahrener Ärzte suchen. Dass zudem gute Informationen über die Arbeitsmarktperspektiven von Vorteil sind, bedarf keiner Erläuterung. Hier lohnt sich der Blick ins Deutsche Ärzteblatt, das die Entwicklung des ärztlichen Stellenmarkts regelmäßig analysiert. Denn mit der erfreulichen Feststellung, dass Ärztinnen und Ärzte gesucht sind und die Zahl der Stellenanzeigen im ersten Halbjahr 2008 um zehn Prozent zugenommen hat, ist noch nichts darüber gesagt, welche Spezialisierung gute Perspektiven verspricht. Die Zahl der Annoncen in den einzelnen Fächern hilft weiter, erlaubt aber noch keinen Vergleich der Bewerberknappheit in großen und kleinen medizinischen Fachgebieten. Der Arbeitsmarktexperte Dr. Wolfgang Martin errechnet deshalb für das Deutsche Ärzteblatt einen Facharztindex. Er gibt an, wie viele angestellte Ärzte in einem Fachgebiet rechnerisch auf eine Stellenanzeige entfallen. Besonders niedrig ist der Index für die Gastroenterologie, die Viszeralchirurgie, die Kinder- und Jugendpsychiatrie und für die psychosomatische Medizin, gefolgt von der Pneumologie, der Gefäßchirurgie, der Hämatologie/Onkologie, der Frauenheilkunde, der Neurologie, der Kardiologie sowie der Orthopädie und Unfallchirurgie. In diesen Gebieten herrscht derzeit akuter Nachwuchsmangel. Zusammen mit den Übersichten über die Niederlassungsmöglichkeiten im Deutschen Ärzteblatt, die wie alle Beiträge unter aerzteblatt.de abrufbar sind, ergibt sich ein recht gutes Bild des Arbeitsmarkts. Gleichwohl bleibt es dabei: Man sollte seinen Neigungen und Interessen folgen. Wer etwas widerwillig tut, wird auf Dauer keinen Erfolg haben.

Heinz Stüwe
Chefredakteur Deutsches Ärzteblatt
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