ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2010Krankenhäuser: Studie zeigt Qualitätsverbesserungen

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Krankenhäuser: Studie zeigt Qualitätsverbesserungen

Dtsch Arztebl 2010; 107(51-52): A-2536 / B-2204 / C-2160

Osterloh, Falk

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„Die Behandlungsqualität in deutschen Krankenhäusern befindet sich insgesamt auf einem guten Niveau.“ Zu diesem Fazit kam der Geschäftsführer des Instituts für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen (AQUA-Institut), Prof. Dr. med. Joachim Szecsenyi, bei der Veröffentlichung des Qualitätsreports 2009. Erstmals hatte das Institut in diesem Jahr den Auftrag des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses erhalten, der in den vergangenen acht Jahren an die Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung gegangen war.

Bei vielen Qualitätsindikatoren gebe es eine Verbesserung, sagte Szecsenyi. Während beispielsweise bei der ambulant erworbenen Pneumonie im Jahr 2006 bei 47,8 Prozent der analysierten Patienten die Sauerstoffsättigung des Blutes innerhalb der ersten acht Stunden nach Einlieferung gemessen worden sei, habe dieser Wert 2009 bei 93,3 Prozent gelegen. Die Krankenhausletalität sei bei dieser Erkrankung im selben Zeitraum von 14,4 Prozent auf 12,1 Prozent gesunken.

Das bedeute allerdings nicht, dass die Bemühungen um eine bessere Qualität nachlassen dürften. So habe das Institut bei 17 von 322 untersuchten Qualitätsindikatoren „besonderen Handlungsbedarf“ ausgemacht, sagte Szecsenyi. Immer noch gebe es auch bestimmte Krankenhäuser, die gegenüber den anderen zurückblieben.

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Der Qualitätsreport vergleicht die Behandlungsqualität in deutschen Krankenhäusern anhand von 26 Leistungsbereichen, darunter unter anderem die Herztransplantation, die Mammachirurgie oder die Erstimplantation der Hüftendoprothese. Die Daten stammen aus 1 764 Krankenhäusern und basieren auf mehr als 3,8 Millionen Behandlungsfällen. fos

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