PREISE

Verleihungen

Dtsch Arztebl 2010; 107(51-52): A-2566 / B-2232 / C-2188

EB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Hannelore-Kohl-Förderpreis, Dotation: 10 000 Euro, verliehen von der ZNS – Hannelore-Kohl-Stiftung. Ausgezeichnet werden herausragende Leistungen des wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet der Erforschung, Entwicklung und Erprobung diagnostischer und therapeutischer Verfahren in der Neurorehabilitation Schädelhirnverletzter sowie der Prävention von Hirnverletzungen. Den Förderpreis 2010 erhielt Dr. phil. Stefanie Abel, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, Abteilung Neuropsychologie, für ihre Arbeit an einem neuen Therapieansatz bei Menschen mit Aphasie: Durch eine Computersimulation der Sprachstörung des Betroffenen lässt sich klären, wo die vorwiegende Ursache des Problems bei dieser Person liegt. Das Computermodell repräsentiert das geschädigte Sprachsystem und macht Rückschlüsse möglich, die unmittelbar in die modellgeleitete Therapie des Betroffenen einfließen können.

Jürgen-Bierich-Preis, dotiert mit 5 000 Euro, gestiftet von Pfizer und verliehen von der Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Endokrinologie in der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin. Preisträgerin ist Isabel Wagner, Medizinerin, Nachwuchsforscherin und Stipendiatin an der Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche der Universität Leipzig, IFB-Adipositas-Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Antje Körner. Durch ihre Forschung im Rahmen ihrer medizinischen Dissertation an der Universität zu Lübeck konnte sie zeigen, dass sich unter der Einnahme des CB1-Rezeptorblockers „Rimonabant“ die Funktion von Fettzellen verändert.

Friederike Hörster. Foto: Universitätsklinikum Heidelberg
Friederike Hörster. Foto: Universitätsklinikum Heidelberg
Anzeige

Archibald Garrod Award, Dotation: 1 500 Euro, gestiftet von der Society for the Study of Inborn Errors of Metabolism, verliehen an Dr. med. Friederike Hörster, Klinik für Allgemeine Pädiatrie, Stoffwechsel, Gastroenterologie und Nephrologie des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Heidelberg. In ihrer ausgezeichneten Studie ermittelte Hörster Prognosefaktoren für den Krankheitsverlauf sogenannter Methylmalonazidurien. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von seltenen erblichen Stoffwechselstörungen, an denen etwa 100 Kinder und junge Erwachsene in Deutschland leiden. Aufbauend auf Hörsters Ergebnissen sollen nun Leitlinien für eine gezielte Behandlung der betroffenen Kinder erarbeitet und so bleibende Schäden effektiver verhindert werden.

Theodor-Naegeli-Preis, der TheodorNaegeli-Stiftung, dotiert mit 120 000 Schweizer Franken. Der diesjährige Preis geht zu gleichen Teilen an Priv.-Doz. Dr. med. Claudia Dellas, Fachärztin für Innere Medizin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Herzzentrum Göttingen (Kardiologie und Pneumologie), Universitätsmedizin Göttingen, und Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Thomas Renné, Professor of Clinical Chemistry, Department of Molecular Medicine and Surgery, Karolinska University Hospital Solna, Stockholm, Schweden.

Dellas hat verschiedene Forschungspreise erhalten. Ihre Arbeit „Elevated Heart-type Fatty Acid-Binding Protein (H-FABP) Levels on Admission Predict an Adverse Outcome in Normotensive Patients with Acute Pulmonary Embolism“, 2010 im „Journal of the American College of Cardiology“ publiziert, liefert wichtige Erkenntnisse zum Protein H-FABP bei der akuten Lungenembolie.

Rennés Arbeit „Platelet polyphosphates are proinflammatory and procoagulant mediators in vivo“, 2009 in „Cell“ publiziert, befasst sich mit weißen Blutkörperchen und deren Rolle in der Blutgerinnung und Entzündungsreaktionen. EB

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema