ArchivMedizin studieren1/2006Notfallmedizinische Ausbildung: Positive Bilanz in Frankfurt

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Notfallmedizinische Ausbildung: Positive Bilanz in Frankfurt

Deutsches Ärzteblatt Studieren.de, SS 2006: 2

Schmedt, Michael

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Ein Flug mit dem Intensivtransport-Hubschrauber der Uniklinik gehört optinal zumPraktikum. Foto: Uni Frankfurt
Ein Flug mit dem Intensivtransport-Hubschrauber der Uniklinik gehört optinal zumPraktikum. Foto: Uni Frankfurt
Das Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main startete im Mai 2005 ein neues praxisnahes Ausbildungsprojekt im Fach Notfallmedizin. Die neue Approbationsordnung ermöglichte ein flexibles Konzept, das den Studierenden die notfallmedizinische Lehre durch die Kombination von theoretischem Grundwissen, der Erlernung von Skills, das Einüben von Algorithmen und der Anwendung des Gelernten in der Praxis vermittelt. Ziel ist es, die angehenden Mediziner besser auf die Praxis vorzubereiten.

Dr. med. Felix Walcher, Oberarzt der Klinik für Unfallchirurgie, der das Lehrprojekt entwickelt und die Kooperationen der Organisationen umgesetzt hat, zieht nach zehn Monaten eine positive Bilanz: 98 Prozent der rund 300 Studenten bewerteten in einer Evaluation die Basic Life Support- Kurse (BLS-Kurse) und die Advanced Cardiac Life Support-Kurse (ACLS-Kurse) als ausgezeichnet. Die „Praxisanleitung“ während der Notfalleinsätze benoteten die Teilnehmer zu 76 Prozent mit „sehr gut“ und 21 Prozent mit „gut“. 97 Prozent der Studierenden hielten das Praktikum für sinnvoll, während 68 Prozent der Befragten das 36-stündige Praktikum auf dem Rettungswagen als zu kurz empfanden.

Die Studierenden unterzogen sich nach einer interdiziplinären Vorlesung mit Prüfung einem intensiven Trainingsprogramm (BLS, ACLS), um am Praktikum in der präklinischen Praxis teilzunehmen. Durch die Zusammenarbeit des Fachbereichs Medizin mit Hilfsorganisationen und der Feuerwehr als Rettungsdienstträger absolvierten alle Medizinstudierenden ein dreitägiges Praktikum auf einem Rettungswagen. Die Studierenden des Wahlfachs begleiteten zudem fünf Tage lang ein arztbesetztes Rettungsmittel (Notarzteinsatzfahrzeug oder Notarztwagen). Optional konnten die Studierenden auf dem Intensivtransport- Hubschrauber der Universitätsklinik mitfliegen. Die Betreuung der Studierenden erfolgte durch die Notärzte sowie Lehrrettungsassistenten der Rettungsmittel.

Die Organisatoren sehen das Ausbildungskonzept, das bereits vorhandene Lehrkonzepte mit der praktischen Ausbildung kombiniert, als erfolgreiches Modell für die Zukunft. mis

Info: www.notfallmedizin.uni-frankfurt.de
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