ArchivMedizin studieren2/2006Forschungsaustausch für Studierende: Internationale Erfahrungen sammeln

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Forschungsaustausch für Studierende: Internationale Erfahrungen sammeln

Tehrani, Nawied Taghizadegan; Mehnert, Maximilian

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Foto: Barbara Krobath
Foto: Barbara Krobath
Forschungsaufenthalte in Basel, New York, Edinburgh und anderswo organisiert das Standing Comittee on Research Exchange (kurz: SCORE) der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e. V. (BVMD). Es bietet allen Medizinstudierenden die Möglichkeit, sich an Forschungsprojekten auf der ganzen Welt zu beteiligen.

„Im Gegensatz zum Famulantenaustausch ist der internationale Forschungsaustausch noch relativ unbekannt. Dabei bietet er Medizinstudierenden aus allen Semestern attraktive Möglichkeiten für Auslandspraktika und das Kennenlernen von Kollegen aus dem Ausland“, erklärt der Bundeskoordinator für den Forschungsaustausch, Nawied Taghizadegan Tehrani aus Marburg.

Die International Federation of Medical Students’ Associations (IFMSA), die Dachorganisation der nationalen Medizinstudentenvertretungen, bietet ihren Mitgliedern im Augenblick rund 1 500 Projekte an, an denen sich Medizinstudierende beteiligen können. Diese umfassen klinische Studien, Laborarbeiten, Literaturrecherchen und vieles mehr. Das Spektrum erfasst alle Bereiche der medizinischen Forschung.

Im Rahmen von Promotionen können Forschungsprojekte sinnvolle Ergänzungen sein, zum Beispiel können Studierende während des Austausches neue Methoden erlernen. Studenten der jeweiligen Universitäten betreuen die Teilnehmer vor Ort. Sie organisieren und stellen die Unterkunft und je nach Landesvertretung auch die Verpflegung. Viele Lokalvertretungen bieten zusätzlich ein sogenanntes social programme an.

Dieses kann Stadtführungen, Kurztrips in andere Städte, Feiern und vieles mehr beinhalten. Für jedes Projekt gibt es einen zusätzlichen Ansprechpartner und Verantwortlichen am jeweiligen Institut – meist den Leiter der Arbeitsgruppe. Der Zeitraum der Projektarbeit beträgt in der Regel vier bis sechs Wochen. Eine Verlängerung durch Absprachen und privates Engagement sind möglich.

Auf der anderen Seite bietet der Forschungsaustausch die Möglichkeit, Studierende aus dem Ausland bei ihrem Praktikum in Deutschland zu betreuen. Dies bietet unter anderem die Gelegenheit, Sprachkenntnisse zu erweitern und Informationen über das Medizinstudium und die Arbeitsverhältnisse im Ausland aus erster Hand zu erhalten. Außerdem stellt die Lokalarbeit das Rückgrat des Forschungsaustausches dar.

Denn die Anzahl der ins Ausland gehenden Studierenden ist durch die Anzahl der in Deutschland realisierten Projekte limitiert. Derzeit bestehen bilaterale Verträge zwischen der BVMD und knapp 30 IFMSA-Mitgliedern, also anderen nationalen Vertretungen von Medizinstudierenden. Die Lokalvertretungen der BVMD an der Uni, die Bundeskoordinatoren für Forschungsaustausch und das Bonner Büro der BVMD-Austausch vermitteln und betreuen teilnehmende Medizinstudenten.

Zur Erinnerung: BVMD-Austausch ist der ehemalige Deutsche Famulantenaustausch (DFA). Allgemeine Informationen zum Forschungsaustausch, eine Übersicht über die Austauschpartner und einen Link zur weltweiten Projektübersicht finden Interessierte unter: www.bvmd.de/agsprojekte/score. Wer spezielle Fragen hat oder sich an seiner Uni am Forschungsaustausch beteiligen möchte, richtet sich am besten mit einer E-Mail an die Bundeskoordinatoren für den Forschungsaustausch: nore@bvmd.de. Nawied Taghizadegan Tehrani, Maximilian Mehnert
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