ArchivDeutsches Ärzteblatt41/1997Knochendichte bei Frauen mit Depression

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Knochendichte bei Frauen mit Depression

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LNSLNS Depressionen sind komplexe Krankheiten, die genetische, entwicklungs- oder umweltbedingte Ursachen haben können. Bei Frauen mit einer depressiven Störung wurde eine verminderte Knochendichte festgestellt. Beim Vergleich der Knochendichte an Hüfte/Femur und Wirbelsäule zwischen 24 Frauen mit aktuellen oder vorausgegangenen Episoden von Depression und ebensovielen psychisch gesunden gleichaltrigen Frauen mit ähnlichem Gewicht und gleichem Menopausenstatus zeigte sich bei den depressiven Patientinnen eine um 6,5 Prozent verminderte Mineralisierung der Wirbelsäule, im Bereich des Oberschenkelhalses lag der Unterschied bei 13,6 Prozent. Bei der Untersuchung des Knochenstoffwechsels zeigt sich bei den Frauen mit Depression unter anderem eine höhere Kortisolausscheidung im Urin und eine niedrigere Kalzitoninkonzentration im Serum. Daher kamen die Autoren zu dem Schluß, daß veränderte Verhaltensweisen und neuroendokrinologische Regulationsmechanismen bei Depression die Knochendichte nachweislich in einem Maß verringern, daß besonders bei jüngeren Frauen ein erhöhtes Risiko für spätere pathologische Frakturen entsteht. silk
Michelson D, Stratakis C, Hill L et al.: Bone mineral density in women with depression, N Engl J Med 1996; 335: 1176-1181.
Dr. Michelson, Warren G. Magnuson Clinical Center, Room 2D 46, MSC 1284, National Institutes of Health, Bethesda, MD 20892-1284, USA.


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