ArchivMedizin studieren1/2007Österreich: Mediziner-Quoten sorgen für Streit mit der EU

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Österreich: Mediziner-Quoten sorgen für Streit mit der EU

Deutsches Ärzteblatt Studieren.de, SS 2007: 2

Richter-Kuhlmann, Eva

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Foto: dpa/fotolia/Pavel Pospisil [m]
Foto: dpa/fotolia/Pavel Pospisil [m]
Österreich muss nun erst am 29. Mai seine Argumente für eine Beibehaltung der Quotenregelung bei der Vergabe von Medizin-Studienplätzen vorlegen. Ursprünglich hatte die Europäische Kommission einen Termin Ende März vorgesehen und bereits ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Wien eröffnet. Die Europäische Union (EU) ist der Ansicht, dass europäische Bürger durch die strenge österreichische Quotenregelung diskriminiert werden. Danach sind 75 Prozent der Medizin-Studienplätze für österreichische Studierende reserviert, 20 Prozent können an Studierende der EU und weitere fünf Prozent an künftige Akademiker aus Nicht-EU-Ländern vergeben werden.

Österreich will an der Quotenregelung festhalten, um einen Ärztemangel im eigenen Land zu verhindern, so das Hauptargument. Deutsche Studierende würden aufgrund des einfacheren Hochschulzugangs die österreichischen Universitäten stürmen. Damit argumentiert Österreich ähnlich wie Belgien, das 70 Prozent der Medizin-Studienplätze für eigene Studierende reserviert und sich so gegen französische Bewerber abschottet. ER
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