ArchivMedizin studieren1/2007Medizinstudium: Comeback eines Tests

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Medizinstudium: Comeback eines Tests

Deutsches Ärzteblatt Studieren.de, SS 2007: 3

Richter-Kuhlmann, Eva

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Totgesagte leben länger – und so erfährt der umstrittene und aus Kostengründen 1998 abgeschaffte „Test für Medizinische Studiengänge“ in Baden-Württemberg eine Neuauflage. Verbindlich wie früher ist er für künftige Mediziner nicht, doch Bewerber an den Universitäten Heidelberg, Mannheim, Freiburg, Tübingen und Ulm können mit einem guten Testergebnis ihre Chancen auf einen Studienplatz in Humanmedizin oder Zahnmedizin erhöhen und eventuell an Bewerbern ohne Test vorbeiziehen. Am 19. Mai findet der ganztägige Test (Kosten: 50 Euro pro Teilnehmer) an 17 verschiedenen Universitäten statt, auch außerhalb Baden-Württembergs. Das Ergebnis wird beim „Auswahlverfahren der Hochschulen“ (AdH) für das Wintersemester 2007/08 und das Sommersemester 2008 von den angegebenen Hochschulen mit unterschiedlichem Gewicht berücksichtigt. Gute Leistungen zählten jedoch ausschließlich als Bonus, unterdurchschnittliche Ergebnisse würden nicht zu einem Malus führen, so die Universitäten.

Seit dem Wintersemester 2005/2006 vergibt die Zentrale Vergabestelle für Studienplätze nur noch 40 Prozent der Studienplätze direkt nach Abiturnote und Wartezeit. Die restlichen 60 Prozent vergeben die Universitäten selbst nach einem hochschuleigenen Auswahlverfahren. Vorreiter bei der Berücksichtigung eines Tests im neuen AdH war die Universität Leipzig. Sie führte bereits 2005 einen knapp zweistündigen „fachspezifischen Studierfähigkeitstest“ verbindlich für die Ausgewählten zum AdH ein.

Konzipiert hat den Leipziger und den baden-württembergischen Studierfähigkeitstest die Firma ITB Consulting. Weitere Infos: www.tms-info.org ER
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