ArchivMedizin studieren1/2008Hammerexamen: Bessere Ergebnisse

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Hammerexamen: Bessere Ergebnisse

Hibbeler, Birgit

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Foto: Eberhard Hahne
Foto: Eberhard Hahne
Beim „Hammerexamen“ im Herbst 2007 sind weniger Studierende durchgefallen als in den beiden vorangegangenen Semestern. 5,7 Prozent der 4 149 Teilnehmer bestanden den schriftlichen Teil des Zweiten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung nicht, wie aus der Ergebnisstatistik des Instituts für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) hervorgeht.

Damit sind die Ergebnisse besser als im Frühjahr 2007. Damals scheiterten 8,6 Prozent der Studenten. Im Herbst 2006, als die neue Prüfung erstmalig stattfand, lag die Misserfolgsquote sogar bei fast zehn Prozent, allerdings nahmen auch nur rund 700 Prüflinge teil. Beim zweiten Staatsexamen nach der alten Approbationsordnung hatte die Durchfallquote im Multiple-Choice-Examen in der Regel unter fünf Prozent gelegen.

„An den Fragen haben wir nichts gedreht“, erklärte IMPP-Direktor Dipl.-Psych. Prof. Dr. med. Jürgen Neuser auf Anfrage. Unter den Prüflingen seien aber weniger Langzeitstudierende als in den vergangenen Semestern. Die Gesamtergebnisse der schriftlichen Prüfung wären nach Angaben Neusers sogar noch besser gewesen, wenn die Referenzgruppe nicht so gut abgeschnitten hätte. Hier lag die Misserfolgsquote bei nur einem Prozent. Nach den Ergebnissen der Referenzgruppe, also der Studierenden, die nach der Mindeststudienzeit von zwölf Semestern die Prüfung ablegen, errechnet sich die Bestehensgrenze.

IMPP-Chef Neuser erklärte, die Studierenden dieser Gruppe seien sehr gut vorbereitet gewesen. Ursache dafür könnten die verbesserten Curricula an den medizinischen Faklutäten sein, spekulierte er.

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