ArchivMedizin studieren1/2007Gesundheitspolitik: Von Gesundheitsfonds bis Risiko­struk­tur­aus­gleich

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Gesundheitspolitik: Von Gesundheitsfonds bis Risiko­struk­tur­aus­gleich

Deutsches Ärzteblatt Studieren.de, SS 2007: 22

Dantes, Maurice

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LNSLNS Die AG Gesundheitspolitik will die politischen Zusammenhänge transparenter machen.

Stell dir vor, du bist krank und keiner kommt!“ So oder ähnlich lauteten die Titel meterlanger Transparente der streikenden Ärzte, die im vergangenen Jahr durch deutsche Großstädte pilgerten. Sie gingen auf die Straße, um ihren Unmut über die bislang gängigen Arbeitsbedingungen auszudrücken. Bislang? Für manchen Mediziner stellt sich die Frage, was sich mit den neuen Tarifverträgen ändern wird.

Die Arbeitsgemeinschaft (AG) Gesundheitspolitik der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (BVMD) ist eine ständige Arbeitsgruppe, die sich vorwiegend mit den Arbeitsbedingungen für junge Medizinerinnen und Mediziner in Deutschland beschäftigt. Denn eines steht fest: Nicht nur für die bereits im Beruf stehenden Ärztinnen und Ärzte, sondern auch für die kommende Generation von Medizinern ist es hilfreich zu wissen, wie sich die neuen Beschlüsse für sie auswirken. Die AG hilft besonders dann, wenn Gesetze und Regelungen undurchsichtig erscheinen – und das ist leider fast immer der Fall. Ein gutes Beispiel dafür ist die im Februar 2007 nach schier endloser Diskussion vom Deutschen Bundestag beschlossene Gesundheitsreform. Bei gemeinsamen Treffen wird erarbeitet, was in den Medien nicht klar geworden ist. Begriffe wie „Gesundheitsfonds“ und „Risiko­struk­tur­aus­gleich“ werden in verständliche Konzepte und Begriffe übersetzt. Gesundheitspolitik ist nicht gerade das Lieblingsthema vieler Medizinstudierender. Wegen des Lernaufwands und der vollen Stundenpläne fehlt oft die Zeit, um sich eingehend mit den Inhalten des Gesundheitssystems zu befassen. Doch es betrifft jeden oder zumindest jeden, der in Deutschland bleiben will.

Daher bietet die AG Gesundheitspolitik auf jeder Tagung der BVMD die Gelegenheit, in offener Runde über die aktuellen Ereignisse zu diskutieren und lädt Experten zu verschiedenen Themen ein. Sei es durch Umfragen, Podiumsdiskussionen oder Vorträge: Die AG versucht zu vermitteln, was künftige Ärztinnen und Ärzte betreffen wird.

Maurice Dantes, Tübingen, AG Gesundheitspolitik der BVMD

Wer an der Gestaltung der AG mitwirken möchte, findet hierzu auf jeder BVMD-Tagung Gelegenheit. Informationen zu Terminen und Orten unter: www.bvmd.de oder www.aerzteblatt-studieren.de
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