ArchivMedizin studieren2/2008Kongress „Perspektiven und Karriere“: Was Deutschland zu bieten hat

Karriere

Kongress „Perspektiven und Karriere“: Was Deutschland zu bieten hat

Deutsches Ärzteblatt Studieren.de, WS 2008/09: 16

Richter-Kuhlmann, Eva

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Der ärztliche Arbeitsmarkt ist günstiger denn je. Von allen Seiten werden die angehenden Ärztinnen und Ärzte umworben. Es scheint ganz einfach zu sein: Ausführliche Informationen sammeln, genau wissen, was man will – dann kommt man effizient zum Facharzttitel. Doch der Schein trügt. Noch immer sind strukturierte Weiterbildungsangebote sowie Teilzeitmodelle und Kinderbetreuungsmöglichkeiten für junge Ärztinnen und Ärzte schwer zu finden. Für einige Krankenhäuser gelten sie gar als Luxus. Berufseinsteiger sollten sich deshalb nicht auf ihre derzeit guten Chancen verlassen, rät Arbeitsmarktexperte Dr. Wolfgang Martin, Frankfurt/Main. „Die Karriere sollte systematisch geplant werden. Dazu müssen sich die Bewerber zunächst gezielt informieren.“ Doch dies ist auf dem häufig unübersichtlichen Arbeitsmarkt und der Fülle von Angeboten und Möglichkeiten gar nicht so einfach. Um den Nachwuchsmedizinern bei der Orientierung zu helfen sowie um konkrete Informationen über ärztliche Berufsperspektiven und Karrieremöglichkeiten aufzuzeigen, veranstaltet der Deutsche Ärzte-Verlag gemeinsam mit dem Deutschen Ärzteblatt in diesem Jahr den 2. Kongress „Perspektiven und Karriere“.
An zwei Tagen, nämlich am 31. Oktober und 1. November 2008, werden im Berliner Langenbeck-Virchow-Haus fast 30 Referenten aus ganz unterschiedlichen Bereichen Studierenden sowie jungen Ärztinnen und Ärzten Rede und Antwort stehen. Neben Berufseinsteigern werden Oberund Chefärzte, niedergelassene Kollegen sowie Klinikmanager ihre Erfahrungen weitergeben. Es sei an der Zeit, dass Klinikarbeitgeber und Nachwuchsmediziner endlich über Verbesserungen der Arbeits- und Weiterbildungsbedingungen gemeinsam diskutierten, erklärt Rüdiger Sprunkel, Verlagsleiter Deutsches Ärzteblatt. „Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten und werden mit diesem neuen Kongress ein geeignetes Zukunftsforum bieten.“ Der Präsident der Bundes­ärzte­kammer, Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe, Dr. med. Andreas Köhler, Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, sowie der Präsident der Ärztekammer Berlin, Dr. med. Günther Jonitz, haben ihre Teilnahme zugesagt.

Fotos: Georg J. Lopata
Fotos: Georg J. Lopata
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Ein Schwerpunkt des Kongresses ist – wie im Vorjahr – die gezielte Weiter- und Fortbildung. „Nehmen Sie die Entscheidung für eine Weiterbildungsstätte nicht auf die leichte Schulter“, warnte Dr. med. Parwis Fotuhi, Internist und Leiter der Helios-Akademie der Helios-Kliniken GmbH, im vergangenen Herbst die rund 500 Teilnehmer des Kongresses. Überlegen Sie sich genau, was Sie langfristig machen möchten. Die Facharztentscheidung ist eine Entscheidung fürs Leben.“ Erneut aufgegriffen wird auch in diesem Jahr das Thema Berufs- und Lebensplanung – Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Denn neben einer mangelnden Struktur der Weiterbildung sehen die Studierenden gerade dabei große Defizite in Deutschland. Dies belegen die Ergebnisse einer Umfrage des Deutschen Ärzteblattes Studieren.de, unterstützt von der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland. Mehr als 1 600 Studierende aller medizinischen Fakultäten äußerten sich 2007 zu ihren Einstellungen zum Beruf.

Abgerundet wird das Kongressprogramm durch eine Job- und Karrierebörse. Zahlreiche Kliniken und Unternehmen der Gesundheitswirtschaft stehen für Gespräche zur Verfügung. Im interaktiven Karrierecenter können die Teilnehmer auf Personalexperten treffen und mit ihnen individuelle Gespräche über ihre persönliche Berufs- und Karriereplanung führen.
Die Kongressteilnahme ist für Studierende der Medizin sowie Ärztinnen und Ärzte auch in diesem Jahr kostenfrei. Auch für das leibliche Wohl der Teilnehmer sorgt der Deutsche Ärzte-Verlag. Der Kongress ist von der Ärztekammer Berlin als Fortbildungsveranstaltung anerkannt und wird mit acht Fortbildungspunkten zertifiziert. Aus Platzgründen können maximal 600 Interessierte teilnehmen. Anmeldungen sind daher notwendig: www.perspek tiven-und-karriere.de. Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

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