ArchivMedizin studieren1/2009Studiengebühren: Abschreckende Wirkung

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Studiengebühren: Abschreckende Wirkung

Richter-Kuhlmann, Eva

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6 000 bis 18 000 Studienberechtigte des Jahrgangs 2006 verzichteten wegen der Gebühren auf ein Studium. Foto: Caro
6 000 bis 18 000 Studienberechtigte des Jahrgangs 2006 verzichteten wegen der Gebühren auf ein Studium. Foto: Caro
Vor allem Frauen machen aufgrund von Studiengebühren häufiger einen Bogen um die Universitäten. Zu diesem Ergebnis kommen die jüngsten Studien des Hochschul-Informations-Systems (HIS) „Studiengebühren aus der Sicht der Studienberechtigten“ und „Studienanfänger WS 2007/08“, im Rahmen derer das Institut 5 420 Studienberechtigte zum Thema Studiengebühren befragte. Den vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Untersuchungen zufolge haben sich zwischen 6 000 und 18 000 Studienberechtigte des Jahrgangs 2006 wegen der anfallenden Studiengebühren gegen ein Studium entschieden. Sechs Prozent planen gezielt ein Studium an einer gebührenfreien Hochschule.

Das Gros der Studienberechtigten (besonders aus Akademikerfamilien) lässt sich jedoch wenig von Studiengebühren in ihrer Hochschulwahl beeinflussen. Drei Viertel aller Studienanfänger erwarten, dass die Gebühren das Studium deutlich verbessern. „Aus sozialen Gründen darf niemand vom Studium abgehalten werden“, betonte Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) angesichts der Ergebnisse. Realisieren wolle die Regierung dies durch erhöhte BAföG-Sätze, den Ausbau der Begabtenförderung, Aufstiegsstipendien und den Hochschulpakt. ER

Link zum Thema: Die Studien des Hochschul-Informations-Systems (HIS) können unter www.his.de heruntergeladen werden.
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