ArchivMedizin studieren2/2009Medizinstudium: Ärztekammern für Abschaffung des Numerus clausus

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Medizinstudium: Ärztekammern für Abschaffung des Numerus clausus

Hillienhof, Arne

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LNSLNS Die Ärztekammern Westfalen-Lippe (ÄKWL) und Nordrhein (ÄKNo) sowie die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) fordern einen erleichterten Zugang zum Medizinstudium. Der Numerus clausus als vorherrschendes Zulassungskriterium dürfe nicht mehr länger zahlreichen geeigneten Bewerbern den Weg in die Medizin erschweren oder gar versperren. Hintergrund für die Forderung sind die fast 1 000 unbesetzten Stellen in den Krankenhäusern in Nordrhein- Westfalen. „Der Numerus clausus ist in Zeiten des Ärztemangels – vor allem in der Allgemeinmedizin und in ländlichen Regionen – nicht mehr sinnvoll“, meint ÄKNo-Vizepräsident Dr. med. Bernd Zimmer.

Zwar sei das Interesse am Medizinstudium ungebrochen, es kämen aber zu wenig Nachwuchsmediziner in der Patientenversorgung an. ÄKWL-Präsident Dr. med. Theodor Windhorst fordert deshalb ein neues Zulassungssystem zum Medizinstudium. „Wir brauchen einen Mix an Qualifikationen, die Einserabiturnote als einziges Auswahlkriterium ist das denkbar schlechteste Verfahren“, so Windhorst.

Es müsste vielmehr ein neues Auswahlverfahren eingeführt werden, das Eignung, Leistung und auch die Begeisterung für den Arztberuf bewerte. Die Universitäten sollten nach Ansicht des ÄKWL-Präsidenten vermehrt Studienbewerber in Auswahlgesprächen auf ihre spätere fachliche Qualifikation hin überprüfen. hil
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