Editorial

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Deutsches Ärzteblatt Studieren.de, 1/2010: 1

Stüwe, Heinz

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Sie sausen mit fast 100 Kilometern pro Stunde abwärts, und dann, wenn sie ins Tal fliegen, entstehen die schönen Fotos: Skispringer vor Winterlandschaft oder Skispringer hoch über den Köpfen der Zuschauer. Die Sportart ist spektakulär und wird auch bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver wieder entsprechend ins Bild gesetzt. Die Stars an der Schanze werden bewundert – zu Recht. Aber auch sie kennen Angst. Die Angst, Fehler zu machen, die Erwartungen, die der Öffentlichkeit und die eigenen, nicht zu erfüllen. Schlagzeilen wie „Magerwahn macht Martin Schmitt krank“ über einen der besten deutschen Skispringer werfen zudem ein Schlaglicht auf fragwürdige Rahmenbedingungen des Sports, die es nötig machen, den Springern ein Mindestgewicht vorzuschreiben. Extreme Anforderungen, manchmal übersteigerte Erwartungen, zu hinterfragende Rahmenbedingungen – all das gibt es ebenfalls im Arztberuf. Auch Ärzte kennen Versagensängste, aber auch die Dankbarkeit ihrer Patienten, das befriedigende Gefühl, Menschen mit ihrer Arbeit geholfen zu haben. Allein schon deshalb ist der Arztberuf kein Durchschnittsjob. Das gilt nicht nur für die spektakulären Fachgruppen innerhalb der Medizin. Die Tätigkeit in einem Auslandsprojekt der humanitären Hilfe (wie man den Zugang findet, schildert Nora Schmitt-Sausen in diesem Heft) zählt mit Sicherheit dazu, darüber hinaus ist jede kurative Tätigkeit etwas Besonderes. Arzt ist nicht nur ein notwendiger, sondern auch ein erfüllender Beruf. Konkretes dazu steht in diesem Heft, beispielsweise über die Psychiatrie. Unsere Autorin Sunna Gieseke hat einen Assistenzarzt an der Uniklinik Göttingen einen Tag begleitet.

Noch eine gute Nachricht: Das Deutsche Ärzteblatt Studieren.de, das bisher einmal im Semester erschien, kommt von 2010 an viermal im Jahr. Das heißt: noch mehr Information, noch mehr Hintergründe zu Studium und Berufseinstieg.

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Heinz Stüwe

Chefredakteur Deutsches Ärzteblatt

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