ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2011150 Jahre Berliner Medizinische Gesellschaft: Wissenschaftliche Informationen auf hohem Niveau

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150 Jahre Berliner Medizinische Gesellschaft: Wissenschaftliche Informationen auf hohem Niveau

Dtsch Arztebl 2011; 108(1-2): A-47 / B-37 / C-37

Meding, Eberhard Neumann-Redlin von

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Ludwig Georg Braun, Foto: B. Braun Melsungen AG
Ludwig Georg Braun, Foto: B. Braun Melsungen AG
Karl Max Einhäupl, Foto: dpa
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Lothar de Maizière, Foto: dpa
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Die Berliner Medizinische Gesellschaft feierte Ende 2010 ihr 150-jähriges Jubiläum. In der Eröffnungsansprache zitierte der 1. Vorsitzende der Gesellschaft, Prof. Dr. med. Helmut Hahn, aus der Festrede von Julius Leopold Pagel anlässlich des 50-jährigen Jubiläums 1910: „Eine Geschichte der Gesellschaft zu schreiben, hieße, eine Geschichte der gesamten Medizin zu schreiben . . .“ In der Tat hat die Berliner Medizinische Gesellschaft in ihren Vorträgen und Sitzungsberichten den Fortschritt regelmäßig begleitet, getreu ihrem „Leitmotiv“, wissenschaftliche Informationen für alle Ärzte auf hohem Niveau und durch die Besten ihres Fachs anzubieten.

Die gute Zusammenarbeit mit der früheren Medizinischen Fakultät der Universität Berlin und der von ihr bis 1953 relativ unabhängigen Charité wird heute mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin fortgesetzt. Weiterhin bestehen im Medizinerviertel Kooperationen zu den Fachgesellschaften, zum Beispiel zur „Berliner Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe“ und zur „Kaiserin Friedrich Stiftung für das ärztliche Fortbildungswesen“ im gleichnamigen Haus am Robert-Koch-Platz.

Welche wichtige Rolle die Berliner Medizinische Gesellschaft über den Zeitraum von 150 Jahren mit ihrem Stammhaus, dem Langenbeck-Virchow-Haus, spielte, betonte Helmut Hahn bei der Festveranstaltung. Dieses Haus sei nach der Wende zu dem geworden, was Virchow bereits 1865 prognostiziert habe: „Wir repräsentieren ungefähr das, was anderswo eine Academie repräsentiert . . .“ Vereinfacht ließe sich sagen: Neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus den benachbarten Forschungseinrichtungen einschließlich der Charité – Universitätsmedizin Berlin werden als Information für die Ärzteschaft fachübergreifend durch die Berliner Medizinische Gesellschaft umgesetzt. Immer stehen Sachkompetenz der Redner, Aktualität der Inhalte und die wissenschaftsbasierte Zuverlässigkeit im Vordergrund.

Im Verlauf des Festakts folgte die Verleihung der Ehrenmitgliedschaften an Prof. Dr. h. c. Ludwig Georg Braun, Vorstandsvorsitzender der B. Braun Melsungen AG, Prof. Dr. med. Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité – Universitätsmedizin Berlin, und Dr. h. c. Lothar de Maizière, Ministerpräsident a.D. und Bundesminister a.D. In den Laudationes würdigte Hahn die Verdienste dieser drei neuen Ehrenmitglieder.

Braun habe mit seiner Unterstützung der Berliner Medizinischen Gesellschaft die Revitalisierung des Langenbeck-Virchow-Hauses in Berlin-Mitte ermöglicht.

Einhäupl verdanke die Berliner Medizinische Gesellschaft einen wesentlichen Teil ihrer wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit. Er habe in vorbildlicher Weise die mehr als 100 Jahre andauernde fruchtbare Partnerschaft fortgesetzt.

De Maizière wurde geehrt für die Verdienste um den Erhalt der Charité als Medizinische Fakultät und für die Mitwirkung am Zusammenschluss des Verbands der niedergelassenen Ärzte Deutschlands und des DDR-Ärzteverbands Rudolf-Virchow-Bund nach der Wende.

Dr. med. Eberhard Neumann-Redlin von Meding

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