ArchivDeutsches Ärzteblatt41/1997Grund und Boden zu Geld machen

VARIA: Wirtschaft - Recht und Steuer

Grund und Boden zu Geld machen

Buner, Wiebke

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LNSLNS Wer eine Immobilie verkauft, der muß vom Erlös keine Einkommensteuer bezahlen. Das gilt allerdings nur dann, wenn seit dem Kauf des Hauses/Grund und Bodens mindestens zwei Jahre vergangen sind. Die "Spekulationsfrist" ist relativ einfach zu ermitteln, da Grundstücksgeschäfte nicht per Handschlag abgewickkelt, sondern im amtlichen Grundbuch dokumentiert werden.
Ab wann rechnet jedoch die Zweijahresfrist (die von 1999 an voraussichtlich auf zehn Jahre erweitert wird), wenn Haus und/oder Grundstück geerbt wurden: ab Todestag, ab Übergabe des Erbscheins oder ab Eintragung ins Grundbuch? Weder - noch. Maßgebend ist der Zeitpunkt "des entgeltlichen Erwerbs", entschied der Bundesfinanzhof schon vor Jahren. (Az.: VI 300/63 U)
Das bedeutet: In den Fällen, in denen jemand ein geerbtes Haus verkauft, ist der "Spekulationsgwinn" nur dann zu versteuern, wenn der Rechtsvorgänger die Immobilie innerhalb der beiden letzten Jahre vor seinem Tod erworben hatte. Von welchem "Gewinn" wird dann ausgegangen? Es kommt auf die damaligen Anschaffungskosten und den nun beim Verkauf erzielten Preis an. Auch diese Regelung geht auf ein Urteil des Bundesfinanzhofs zurück. (Az.: IX R 149/83) WB

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