ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2011Glücksspiel: Suchtverbände fordern strikte Regulierung

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Glücksspiel: Suchtverbände fordern strikte Regulierung

Dtsch Arztebl 2011; 108(1-2): A-5 / B-5 / C-5

Bühring, Petra

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Weit verbreitet und gefährlich: Spielautomaten können süchtig machen. Foto: dpa
Weit verbreitet und gefährlich: Spielautomaten können süchtig machen. Foto: dpa

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen, die Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie und der Fachverband Glücksspielsucht (fags) sehen sich durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in ihrer Forderung nach einer strikten Regulierung des Glücksspielmarktes bestätigt. „Wer den Glücksspielmarkt liberalisiert, fördert die Spielsucht“, betonte Ilona Füchtenschnieder, Vorsitzende des fags.

Der EuGH hatte im September das deutsche Glücksspielmonopol kritisiert: Ein staatliches Monopol könne nur dann Bestand haben, wenn es konsequent an der Suchtprävention ausgerichtet sei. Intensive Werbekampagnen für staatliche Glücksspiele ständen der Glaubwürdigkeit entgegen.

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Glücksspiele sind in Deutschland verboten, bis auf die staatlichen Angebote Lotto, Toto, Spielbanken und bestimmte Sportwetten. Geregelt werden diese Spiele im 2008 geschlossenen Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) der Länder, der nur noch bis Ende 2011 gilt und nun novelliert werden muss.

Als gefährlich stufen die Verbände auch gewerbliche Geldspielautomaten ein, die in Spielhallen oder Gaststätten stehen. Sie unterliegen bisher nicht dem staatlichen Monopol, sind aber weit verbreitet und durch eine schnelle Taktung gekennzeichnet (Gewinn oder Verlust sind sofort erkennbar). pb

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