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Im hilfreichen Artikel von Norbert Jachertz wird dem Pro und Contra zur PID Raum gegeben. Die beiden dortigen Befürworter gebrauchen beide das immer wieder vorgebrachte Argument „Besser Zeugung auf Probe statt Schwangerschaft auf Probe“, was folgerichtig übersetzt werden kann mit: „Besser PID als Abtreibung“. So heißt es bei Prof. Diedrich: „Die Schwangerschaft auf Probe kann abgelöst werden durch die Zeugung auf Probe.“ und bei Prof. Taupitz: „Lehnt man die PID in dieser Situation ab, lässt man die Abtreibung dagegen zu, mutet man der Frau eine ,Schwangerschaft auf Probe‘ mit all den psychischen und physischen Belastungen einer späteren Abtreibung zu.“

Das zunächst plausible Argument, das dem menschlichen Empfinden einschließlich der sinnlichen Wahrnehmung sicherlich entgegenkommt, ist aber kein ethisches Argument. Denn das Alter eines Menschen, dem man Unrecht antut, ist für die ethische Bewertung unerheblich. Ob winziger Embryo, geburtsnaher Fötus oder greiser Mensch, es mag Einfluss nehmen auf unser (mehr oder weniger gestörtes) Wohlbefinden bei der Planung und Ausführung einer in sich schlechten und (was zum Beispiel die Abtreibung in Deutschland betrifft) gesetzwidrigen Handlung, aber es darf nicht ausschlaggebend sein. Entscheidend ist das, was unser Grundgesetz in den ersten drei Artikeln jedem Menschen zuerkennt, egal in welchem Stadium und in welcher Situation seines Lebens.

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Dr. med. Andreas Kuhlmann, 50933 Köln

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