ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2011Nationaler IT-Gipfel: Merkel betont Chancen der Telemedizin

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Nationaler IT-Gipfel: Merkel betont Chancen der Telemedizin

Dtsch Arztebl 2011; 108(1-2): A-6 / B-6 / C-6

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Ein Sonderthema beim 5. Nationalen IT-Gipfel 2010 in Dresden war der Einsatz von Informations- und Kommunikations­technologien im Gesundheits­wesen. Bundeskanzlerin Angela Merkel informierte sich am Stand des Schlaganfall­netzes Ost-Sachsen (SOS-NET) über neue Wege, in struktur­schwachen Regionen eine hochspezialisierte Schlaganfall­versorgung verfügbar zu machen. Das Dresdner „Universitäts SchlaganfallCentrum“ ermöglicht kooperierenden Kliniken im Raum Dresden und in Ostsachsen über das SOS-NET eine telemedizinische Beratung auf Basis einer Videokonsultation einschließlich klinischer Untersuchung des Patienten.

In ihrer Rede würdigte die Kanzlerin den Einsatz telemedizinischer Verfahren und die zunehmenden – auch dezentralen – Speichermöglichkeiten von elektronischen Patientenakten als den richtigen Weg, um die Qualität der Versorgung zu verbessern.

Bundeskanzlerin Merkel sieht in Telemedizinprojekten wie dem SOS-NET Chancen für eine Verbesserung der Versorgung. Foto: mytec
Bundeskanzlerin Merkel sieht in Telemedizinprojekten wie dem SOS-NET Chancen für eine Verbesserung der Versorgung. Foto: mytec
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Der Vorsitzende des Ausschusses Telematik der Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Dr. med. Franz-Joseph Bartmann, verwies auf die differenzierte Haltung der Ärzteschaft zu Telematik und Telemedizin, die der E-Health-Report der BÄK ergeben hatte. Auf der einen Seite gebe es eine deutlich wahrnehmbare Zurückhaltung der Ärztinnen und Ärzte gegenüber der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte, auf der anderen Seite eine breite Zustimmung zu telemedizinischen Anwendungen wie einem elektronischen Not­fall­daten­satz, einer elektronischen Arznei­mittel­therapie­sicherheitsprüfung und einer elektronischen Patientenakte. Vor dem Hintergrund der Vielfältigkeit telemedizinischer und telematischer Initiativen auf Bundes- und Landesebene betonte Bartmann die Notwendigkeit der Verabredung einer nationalen E-Health-Strategie. Die Mitte 2010 vom Bundesministerium für Gesundheit gegründete E-Health-Initiative könnte mit ihrem beschlossenen Maßnahmenpaket ein erster Schritt für ein konsentiertes Vorgehen darstellen. Die Einbeziehung der Ärzteschaft bei solchen Entwicklungen sei dabei unabdingbar, sagte Bartmann. EB

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