ArchivMedizin studieren1/2010Was macht ein . . .: Orthoptist

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Was macht ein . . .: Orthoptist

Osterloh, Falk

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Foto: Jocker
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Orthoptisten behandeln in erster Linie Schielerkrankungen, Sehschwächen, Augenzittern und Augenbewegungsstörungen. Sie prüfen das Sehvermögen, die Augenstellung sowie die Beweglichkeit der einzelnen und die Zusammenarbeit beider Augen. Zu den klassischen Aufgabenfeldern gehören zudem die präventive Untersuchung von Säuglingen und Kleinkindern sowie die Behandlung von Legasthenie, Wahrnehmungsstörungen oder den Folgen von Bildschirmarbeit. Darüber hin-aus therapieren Orthoptisten sehbehinderte Patienten sowie Patienten mit Sehstörungen infolge einer Hirnschädigung durch einen Unfall oder Schlaganfall.

Der Orthoptist gehört zu den medizinischen Fachberufen. Etwa 2 000 in der überwiegenden Mehrheit weibliche Orthoptisten arbeiten zurzeit in Deutschland. Seit 1951 kann man sich zum Orthoptisten ausbilden lassen. Die Ausbildungszeit beträgt drei Jahre und schließt mit einer staatlichen Prüfung ab. 14 Fachschulen für Orthoptik, die Universitäten angegliedert sind, bieten bundesweit eine Ausbildung an. Orthoptisten arbeiten in erster Linie an Universitäts-Augenkliniken, in Allgemeinen Krankenhäusern, neurologischen Kliniken und bei niedergelassenen Augenärzten. Die meisten Orthoptisten arbeiten als Angestellte. fos

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