ArchivMedizin studieren2/2010Womit verdienten Sie während Ihres Studiums Geld?

Studium: Die Frage

Womit verdienten Sie während Ihres Studiums Geld?

Deutsches Ärzteblatt Studieren.de, 2/2010: 4

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Foto: H&S medienservice / H. Schimpf
Foto: H&S medienservice / H. Schimpf

Dr. med. Susanne Holst,
Medizinjournalistin und Moderatorin von Tagesschau und Tagesthemen

Langweilig wurde es nie: Um im Studium Geld zu verdienen, habe ich über die Jahre die unterschiedlichsten Sachen angestellt: Ob in der Szenekneipe jobben, Nachtwachen im Altenheim abhalten oder Bestellungen packen in einem Apothekengroßhandel; auch Brötchen verkaufen war dabei. Absolut unvergessen: der Verkauf von Frotteewaren, also Handtüchern, Bademänteln, Waschlappen. Die sollte ich nach Wunsch mit einer Stickmaschine verzieren: „Er“, „Sie“, „Renate“ oder auch mal „Fürs Ärschle“. Das war schon schlimm genug. Der Supergau jedoch und regelmäßig Anlass für Heiterkeit im Publikum: Wenn sich das verflixte Ding plötzlich „feststrickte“ und nix mehr ging – da kam keine Freude auf.

Anzeige
Foto: AEKN
Foto: AEKN

Dr. med. Martina Wenker,
Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen

Das zweimonatige Krankenpflegepraktikum während der Vorklinik hat mir so viel Freude bereitet, dass ich seither regelmäßig in den Semesterferien in einem kleinen Krankenhaus in Berlin/Grunewald gearbeitet habe. Besonders gerne habe ich Nachtdienste gemacht, da gerade abends mehr Zeit war, sich mal in Ruhe um die kleinen Sorgen der Patienten zu kümmern. Außerdem konnte ich nachts gelegentlich „nebenbei“ in ein Lehrbuch schauen.

Foto: IPPNW
Foto: IPPNW

Dr. med. Angelika Claußen,
Vorsitzende des Vereins IPPNW*

Während der ersten Semester meines Medizinstudiums habe ich ein- bis zweimal wöchentlich bei Berufsschülern Englisch unterrichtet. Das war praktisch, da ich aufgrund eines Auslandsjahres während der Schulzeit sehr gut Englisch spreche. Später habe ich dann häufig Nachtwachen in der Kölner Uniklinik übernommen. In den alten Klinikgebäuden machte ich auch meine erste Bekanntschaft mit Kakerlaken, die dort regelmäßig nachts aus den Schubladen krabbelten.

Foto: aekno
Foto: aekno

Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe,
Präsident der Bundes­ärzte­kammer

Während meines Studiums bin ich einige Zeit als Aushilfe Mietwagen gefahren. Meine wesentliche Einnahmequelle waren aber Krankenpflegedienste in der Medizinischen Klinik der Krankenanstalten der Stadt Köln in Köln-Merheim. Dort habe ich Nachtwachen auf zwei Stationen mit insgesamt etwa 70 Patienten durchgeführt und bis zu meinem Staatsexamen sogenannte Sitzwachen bei schwerkranken Patienten gemacht. Dabei habe ich viel gelernt.

Foto: Frank Eidel
Foto: Frank Eidel

Dr. med. Eckart von Hirschhausen,
Arzt und Kabarettist

Mein Medizinstudium finanzierte ich unter anderem mit Auftritten als Zauberkünstler. Das brachte Spaß und Geld.

*Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema