ArchivMedizin studieren3/2010Universität Lübeck: Sparkurs gefährdet die Medizin

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Universität Lübeck: Sparkurs gefährdet die Medizin

Deutsches Ärzteblatt Studieren.de, 3/2010: 2

Richter-Kuhlmann, Eva

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Die schleswig-holsteinische Landesregierung will im Rahmen eines Sparpakets ab dem Wintersemester 2011/2012 den Studiengang Medizin an der Universität Lübeck abschaffen. Proteste kommen von allen Seiten.

Plakate statt Lehrbücher: Medizinstudierende der Uni Lübeck kämpfen – unterstützt von vielen Seiten – gegen die Abschaffung ihres Studiengangs. Foto: ddp
Plakate statt Lehrbücher: Medizinstudierende der Uni Lübeck kämpfen – unterstützt von vielen Seiten – gegen die Abschaffung ihres Studiengangs. Foto: ddp

Der Vorstand der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) fordert eine umgehende Korrektur dieser „Fehlentscheidung“. „Während in den letzten Wochen die gesamte Politik darüber beraten hatte, ob es einer Ausweitung der Medizinstudienplätze bedarf, soll hier eine ganze Fakultät geschlossen werden. Das ist ein vollkommen unverständlicher Schritt in die falsche Richtung“, erklärte bvmd-Präsident Dominique Ouart.

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„Das Aus für das Medizinstudium in Lübeck ist in Zeiten des drohenden Ärztemangels das völlig falsche Signal“, warnte auch Ingeborg Kreuz, Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein. 1 500 Medizinstudienplätze gingen verloren. Ebenso forderte der Medizinische Fakultätentag (MFT), die öffentlichen Mittel für das Medizinstudium in Lübeck zu erhalten. „Wer die Medizinerausbildung in Lübeck einstellt, amputiert nicht nur die Universität in ihrem Kernbereich. Auch die Kooperationen mit den außeruniversitären Forschungseinrichtungen wären dann kaum überlebensfähig“, mahnte Prof. Dr. med. Dieter Bitter-Suermann, Präsident des MFT. ER

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