ArchivMedizin studieren3/2010Was macht ein . . .: Ergotherapeut?

Medizin

Was macht ein . . .: Ergotherapeut?

Osterloh, Falk

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Foto: vario images
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Ergotherapeuten fördern die geistigen und körperlichen Fähigkeiten von akut oder chronisch Kranken, von Unfallopfern, Kindern sowie von älteren oder behinderten Menschen. Ihr Ziel ist es, die individuelle Handlungsfähigkeit der Patienten sowohl im motorischen und kognitiven als auch im psychischen und sozialen Sinne zu erhalten oder wiederherzustellen.

Dabei verfolgen Ergotherapeuten einen ganzheitlichen Ansatz: Auf der Basis einer ärztlichen Diagnose und unter Berücksichtigung der individuellen Lebens- und Krankheitsumstände erstellen sie Behandlungspläne, mit deren Hilfe eine größtmögliche Selbstständigkeit der Patienten erzielt werden soll, beispielsweise die Fähigkeit, sich im eigenen Haushalt wieder zu waschen, anzukleiden oder das Essen zuzubereiten. Handwerkliche oder musische Übungen spielen dabei eine große Rolle.

Ergotherapeuten arbeiten mit Ärzten zusammen sowie mit Logopäden, Psychologen, Psychiatern, Physiotherapeuten, Sozialpädagogen und den Angehörigen der Patienten.

Die Ausbildung zum Ergotherapeuten erfolgt in Deutschland an einer staatlich anerkannten Schule für Ergotherapie. Das Studium dauert in der Regel sechs Semester und schließt mit einem Examen zum Diplom-Ergotherapeuten ab; auch Bachelor- und Masterkurse werden angeboten. fos

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