ArchivMedizin studieren3/2010Europäischer Gerichtshof: Quote für ausländische Studierende rechtens

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Europäischer Gerichtshof: Quote für ausländische Studierende rechtens

Deutsches Ärzteblatt Studieren.de, 3/2010: 3

Richter-Kuhlmann, Eva

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Ausländische Medizinstudenten gehen nach dem Studium häufig in ihr Land zurück. Foto: ddp
Ausländische Medizinstudenten gehen nach dem Studium häufig in ihr Land zurück. Foto: ddp

Um gegen einen Ärztemangel im eigenen Land zu kämpfen, dürfen Universitäten in der Europäischen Union (EU) eine Quote für ausländische Medizinstudierende festlegen. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) im April in Luxemburg entschieden. Nach Ansicht der Richter hat in der EU das Allgemeininteresse, nämlich eine flächendeckende Versorgung mit Ärzten und ein funktionierendes Gesundheitssystem, Priorität vor dem Interesse eines Studierenden.

Der Regelung setzten die Richter jedoch auch Grenzen: Eine Quote sei nur dann zulässig, wenn das Land nachweislich mehr Ärzte für das eigene Gesundheitssystem brauche und andere Maßnahmen nicht ausreichten. Dies soll das nationale Gericht prüfen. Es müsse feststellen, ob dank der Quote tatsächlich mehr Ärzte im eigenen Gesundheitssystem arbeiteten und ob weniger einschneidende Maßnahmen nicht das gleiche Ziel erreichen könnten, wie zum Beispiel Anreize zur Niederlassung von Ärztinnen und Ärzten. ER

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