ArchivMedizin studieren1/2011Wie haben Sie Ihr Physikum erlebt?

Studium: Die Frage

Wie haben Sie Ihr Physikum erlebt?

Deutsches Ärzteblatt Studieren.de, 1/2011: 6

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Foto: ddp
Foto: ddp

Dr. med. Philipp Rösler,
Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter

„Wegen meiner Prüfungsgebiete Anatomie und Psychologie hatte ich zwar viel Stress. Die Zeit der Vorbereitung auf das Physikum war dennoch angenehm. Das lag vor allem an den netten Kommilitonen. Auch politisch habe ich mich damals schon engagiert und viele Freundschaften geknüpft. Das hat mir sehr geholfen.“

Anzeige
Foto: privat
Foto: privat

Dr. med. Martin Nieswand, 
Hausarzt in Winterberg und Teamarzt der Deutschen Bob-Nationalmannschaft

„Belastend und aus heutiger Sicht nicht brauchbar! In meinem ärztlichen Alltag ist überwiegend anderes Wissen gefragt. Das Physikum dagegen ist vollgestopft mit viel zu viel unnötigem Ballast. Ich bin gespannt auf die Ergebnisse der Modellstudiengänge, bei denen das Physikum weggelassen wird.“ 

Foto: ProScience Communications
Foto: ProScience Communications

Dr. med. Marianne Koch,
Schauspielerin, Internistin und Präsidentin
der Deutschen Schmerzliga

„Das Physikum bestand ich 1952. Eine Woche später flog ich nach Hollywood – mit dem Segen des Dekans, der mich gnädig beurlaubte. 20 Jahre und 70 Filme später ging ich endlich zurück an die Uni, um das Studium zu beenden. Das Physikum von damals wurde anerkannt; über gewisse Gedächtnislücken in Anatomie sah man freundlicherweise zunächst hinweg.“

Foto: bvmd
Foto: bvmd

Dominique Ouart,
Medizinstudent in Jena,
ehemaliger bvmd-Präsident

„Das Physikum war eine einprägsame Erfahrung: Einerseits erschlossen sich plötzlich manche Zusammenhänge der Vorklinik durch die gemeinsame Betrachtung aller Fächer. Andererseits war es aber eine ziemliche Plage, sich auf diese Kreuzerei vorzubereiten – mit verstehendem Lernen hatte das wenig zu tun. Dies merkt man spätestens im mündlichen Physikum, wenn man den gesamten Stoff quasi ein zweites Mal lernen muss, um nicht nur Details und Fakten wiederzugeben, sondern auch deren Zusammenhänge erläutern zu können.“

Foto: Georg Lopata
Foto: Georg Lopata

Katharina Hofheinz,
Medizinstudentin in Berlin

„Die Lernzeit bis zum Physikum war sehr anstrengend. Zwar haben mir alle gesagt, es werde nicht so heiß gegessen, wie es gekocht werde, aber dem habe ich während des Lernens keinen Glauben geschenkt. Im Nachhinein kann ich sagen, dass das Physikum nicht so schlimm war und man den Studenten der älteren Semester Glauben schenken sollte.“

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema